Tollkühne Kerle in ihren fliegenden Kisten – FlicFlac in le33

…so hieß ein Spielfilm von 1965. An diesen wurde ich erinnert, als ich am Donnerstagabend die Premierenshow von FlicFlac in le33 auf dem Friedrichsplatz besuchen durfte.

Am Ende der Show nämlich flogen doch tatsächlich Motorräder mehr oder minder durchs Kuppelzelt. Die Kerle darauf machten noch allerhand Kunststücke, anstatt sich gut festzuhalten. Von Rückwärtssalto bis Handständen und Pirouetten in der Luft konnte man alles sehen.

Die Mad Flying Bikes aus Belgien zeigen was mit Bikes alles möglich ist.

Aber langsam, vor vorne wollen wir beginnen:

Die nunmehr 8. Show von FlicFlac wurde wiederrum vom Kämmerer der Stadt le33, Herrn Christian Geselle eröffnet wurde, versprach wieder einiges. Nein wir befinden uns hier nicht bei einem Event des BVB witzelte er in Anspielung auf das Schwarz-Gelbe Zelt.

In den kommenden Wochen, werden etwa 60.000 Menschen die Show gesehen haben und begeistert sein. Viele Artisten aus der ganzen Welt treten bei der diesjährigen Show auf:

Kanadier, Russen, Südamerikaner und Artisten aus der Mongolei. Interessanterweise gibt es dieses Jahr gleich mehrere Artisten aus dem gar nicht so fernen Belgien zu sehen. Bei FlicFlac gibt es keine Grenzen, wer hier auftritt, gehört zur Weltspitze des Circus.  

Rund 1300 Zuschauer waren bereits am Premierenabend des diesjährigen Gastspieles anwesend.

Gleich zu Beginn trat eine 8köpfige Gruppe aus der Mongolei auf. Auffällig war sogleich, dass die Männer für Mongolen auffallend groß waren und berufsentsprechend muskulös.

Die Artisten wurden durch die Luft gewirbelt, dass einem auf dem sicheren Stuhl ganz schwindelig wurde.

Die Gruppe Trial-Sensation aus Belgien zeigt was mit einem Trial-Bike (ohne Sattel) so alles möglich ist.

Sehr viel Spaß gemacht haben auch das Duo Bert und Fred aus Belgien. Sie wirkt ein wenig herrisch und er eher vertrottelt und lieb. Sie bewirft ihn mit Messer, Hammer und Wurfpfeilen und schlägt ihm zu guter Letzt auch noch seine Gurke mit der Peitsche ab.

Das mehr hinter den beiden steckt erfährt man erst ziemlich zum Schluss, als sie eine akrobatische Show vorführen und klar wird, dass Bert wohl doch nicht so der vertrottelte Typ ist. 

Überhaupt begeistern auch die Luftakrobaten, die im Übrigen alle ohne Netz arbeiten.

Das Duo Exxtreme aus Bulgarien zeigt Akrobatik zwischen Mann und Frau hoch droben über allen. Richtig spektakulär wird’s, als ein Wasserbassin hereingerollt wird. Der wird sie doch nicht fallen lassen von da oben? Das geht doch schief.

Nein- natürlich wissen die Leute was sie tun und wo die Risiken sind. Es geht nicht schief.

Als er sie tropfend und nass wieder zu sich in die Höhe zieht und sie ein weiteres Mal eintaucht in ein Flammenmeer wird sogar noch einer draufgesetzt.

Oleg Izossimov aus Russland zeigt eine beeindruckend, sehr leicht wirkende Akrobatik zumeist auf einer Hand. Erst wenn man es mal probiert, weiß man was der Mann dort leistet.

 Aynar, Almur und Toja aus der Mongolei lächeln, während sie ihre Körper so dermaßen verbiegen, dass alle anwesenden Orthopäden nur ungläubig mit dem Kopf schütteln.

Der Pantomime und Clown Peter Shub aus New York stellt fest, dass in seiner Sprache unheimlich viele lange Sätze gebildet werden, für das: “Wie geht es ihnen, was macht die Familie“ etc.

Der lehesse hätte es da viel einfacher. Hier würde ein Einfaches: „Na?“ genügen.

Ekaterina Abakarova aus Russland zeigt, dass Anmut und Stärke nicht im Widerspruch stehen müssen. An zwei Schlaufen hängend zeigt sie beeindruckendes.

Victor Kee aus Kanada ist seit Jahren einer der Stars des Cirque du Soleil und ist ein wahrer Virtuose im „Ball-nicht-hinfallen-lassen“

Jongleure, die es schaffen nicht eine Keule fallen zu lassen gehören zur Elena Drogaleva Crew und sind ebenfalls aus Russland. Kreuz und Quer gehts über die Bühne und keiner der 4 Akteure bekommt so ein Teil an den Kopf gedonnert. Dazu gehört höchste Konzentration.

 

Facts:

  • Durchmesser Hauptzelt: 42 Meter
  • Zeltdach besteht aus 3000 qm PVC Planen
  • Vier 21 m hohe Hauptmasten tragen das Gewicht im Abstand von 13 Metern.
  • 16,5 m über dem Boden hängt die Kuppel
  • 17 Km Stahlrohr werden verbaut
  • 800 Bodenanker halten das Zelt fest
  • Angenehme Wärme im gesamten Zelt
  • Gastronomiezelt allein umfasst 1000 qm
  • 100 Mitarbeiter aus 13 Nationen arbeiten dort
  • 62 Transporte sind nötig zum Abtransport
  • 14 Zugmaschinen
  • 60 Pkw und 40 Wohnwagen
  • Insgesamt 600 t an Equipment

 

…und alles für nur 22/19 Euro bis 49/45 Euro.

Die Vorstellungen auf dem Friedrichsplatz finden bis zum 8. Januar jeweils um 16 und 20 Uhr statt.

Karten gibt’s hier: http://flicflac-event.de/weihnachtsshow-kassel/tickets/

Noch ein paar mehr Bilder zum Anschauen haben wir hier hochgeladen.

 

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