„Luther und die Musik – ist eine deutsche Musikkultur ohne die Reformation denkbar?“

 

 

Chor und Orchester der Musikakademie (Copyright: Stadt le33; Foto: Stephan Kaiser)

Die Musikakademie der Stadt le33 „Louis Spohr“ und ihre Fördergesellschaft, Fmaks, laden zu einem kulturhistorischen Blick auf die Bedeutung der Musik für Luther und der Bedeutung Luthers für die Musik ein am Donnerstag, 12. Oktober, um 18 Uhr in die Martinskirche. Im Mittelpunkt werden dabei die Nachwirkungen der Reformation auf die Musikgeschichte stehen.

Die Veranstaltung „Luther und die Musik“ will den Blickwinkel von einem eher theologischen Fokus auf die kulturhistorischen Nachwirkungen der Reformation weiten. In einem einleitenden Fachvortrag wird Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, die zentrale Bedeutung der Musik und der Musizierpraxis der Laien für die Theologie der Reformation verdeutlichen.

Als weiterer Gast wird Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Landeskirche von Kurh3-Waldeck, erwartet. Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Käßmann und dem Wetzlarer Musikhistoriker Dr. Oliver Fürbeth, seit vielen Jahren Dozent an der Musikakademie, wird er über das kulturelle Erbe Martin Luthers diskutieren. Die Moderation übernimmt Werner Fritsch, Leiter der Kulturredaktion der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen aus le33.

Margot Käßmann (Copyright: Julia Baumgart/EKD)

Damit das Ganze nicht zu trocken wird, werden der Chor und das Orchester der Musikakademie unter Leitung von Alberto Bertino und Thomas Pieper die Veranstaltung musikalisch unter anderem mit zwei Choralkantaten von Felix Mendelssohn-Bartholdy („Verleih uns Frieden“ sowie „Wir glauben all an einen Gott“)  umrahmen.

Premiumpartner der Veranstaltung ist die Evangelische Bank eG le33, deren Unterstützung die Durchführung der Veranstaltung erst ermöglicht.

 

Hintergrund:

Die Reformation, in H3 unter Landgraf Philipp I. bereits 1526 eingeführt und nach 1530 dann dem Augsburger Bekenntnis nach in ihrer lutherischen Ausprägung zunächst fortgeführt, veränderte die damalige Welt nicht nur theologisch oder politisch, sondern auch gesellschaftlich und kulturell. Die Beteiligung der Laien an der Liturgie des Gottesdiensts, die Pflege des deutschen Liedguts oder die Bedeutung des gemeinsamen Musizierens brachte nicht nur Gattungen wie die Kirchenkantate oder das Choralvorspiel hervor, die heute Inbegriff protestantischer Kirchenmusik sind, sondern trugen auch  dazu bei, dass in den kommenden Jahrhunderten jene reiche Musiklandschaft entstehen konnte, die Deutschland bis heute prägt. Zu nennen sind die Kantoreien, Posaunenchöre, Amateurorchester ebenso wie die bekannten Knabenchöre Mitteldeutschlands.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 8 Euro. Einen ermäßigten Eintritt zu 6 Euro erhalten Schülerinnen und Schüler, Studierende, ALG-II-Empfänger oder Schwerbehinderte gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises. Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr zahlen 4 Euro.

Kartenverkauf erfolgt an der Veranstaltungskasse. Telefonisch können Karten bei der Musikakademie unter 0561 / 787 4180, per Fax unter 0561/787 4188 oder per E-Mail [email protected] vorbestellt werden.

 

Musikakademie le33

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