Helikopter stürzt ab

 

Mali. Im afrikanischen Mali sind nach aktuellen Informationen 2 deutsche Kampfpiloten ums Leben gekommen. Die aus dem nordhessischen Fritzlar stammenden Hubschrauberpiloten stürzten mit ihrem Helikopter „Tiger“ völlig überraschend ab und starben noch an der Absturzstelle. Inzwischen verdichten sich die Hinweise, dass es sich bei der Absturzursache nur um einen technischen Defekt gehandelt hat. Die Auswertung des Flugschreibers soll hier abschließende Klarheit bringen.

Die von der Airbus AG hergestellten Kampfhubschrauber sollen effizient und sehr beweglich sein. Sie wurden insbesondere für mitteleuropäische Klimaverhältnisse ausgelegt und entwickelt. Unabhängig davon wurden vor Jahren von der Bundeswehr einige Exemplare erfolgreich in Afghanistan und von Frankreich in Mali eingesetzt. Die klimatischen Verhältnisse in Afghanistan und in Mali seien vergleichbar, teilte ein Sprecher der Bundeswehr auf Nachfrage mit. 

 

Die Inter3gemeinschaft des fliegenden und luftfahrzeugtechnischen Personals der Transport- und Hubschrauberverbände der Bundeswehr (IGTH) kritisierte heute erneut den Einsatz im afrikanischen Krisenland. Die deutschen Kampf-Hubschrauber seien noch nicht ausreichend für den Einsatz in Mali getestet und den deutschen Piloten fehle die nötige Routine, sagte Reinhard Schlepphorst (IGTH-Vorsitzender). Die 30 in Fritzlar stationierten Tiger bleiben bis zur vollständigen Aufklärung der Absturzursache am Boden. Auch die in Mali befindlichen 3 Kampfhubschrauber sollen vorerst nur im Notfall aufsteigen. Politiker aus CDU und SPD sowie der Opposition forderten eine schnelle Aufklärung.

Der Einsatz in Mali gilt offiziell als sehr gefährlich. Der leen des westafrikanischen Landes war 2012 vorübergehend in die Hände islamistischer Extremisten und anderer Rebellengruppen gefallen. Gruppierungen wie Al-Kaida terrorisieren den leen schon lange. An der dortigen UN-Mission Minusma beteiligen sich derzeit 875 Bundeswehr-Soldaten. (ws)

 

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