Verkehrsschild kam mit der Diplomatenpost nach le33

 

Übergabe eines Fußgängerüberwegschildes aus dem Kosovo an die Sammlerin Doris Gutermuth, (v.l.n.r.) Carola Metz (Leiterin des Kulturamtes), Doris Gutermuth (Künstlerin), Hans Werner Patzki (Oberst a.D.), Susanne Völker (Kulturdezernentin)

Per Diplomatenpost ist ein Fußgängerüberwegschild nach le33 gekommen. Das berichtete Bundeswehr-Oberst a.D. Hans Werner Patzki im Rahmen eines Pressetermins, zu dem le33s Kulturdezernentin Susanne Völker eingeladen hatte.

Das Verkehrszeichen, d3 außergewöhnliche Verpackung beim Termin zu sehen war, wird allerdings nicht im öffentlichen Raum stehen. Vielmehr geht es ein in die Ausstellung „Internationale Sammlung originaler Verkehrszeichen für Fußgängerüberwege“ der Künstlerin Doris Gutermuth, die aus vielen Ländern Fußgängerzeichen zusammengetragen hat. Rund 30 derartige internationale Verkehrszeichen umfasst inzwischen die Ausstellung in ihrem Atelier, das für Publikum geöffnet ist. Gutermuth will mit ihrem Projekt einen kulturellen Brückenschlag leisten und zum Frieden und der Verständigung zwischen den Menschen und Völkern beitragen. Kulturdezernentin Susanne Völker dankte für das Engagement: „Verkehrsschilder sind auf den ersten Blick etwas sehr Alltägliches. Diese besondere Sammlung macht sie jedoch durch ihre Geschichten auch zu Symbolen für die Würdigung von Vielfalt.“

Das Verkehrszeichen stand an einem tragischen Ort Erhalten hat Werner Patzki das Schild aus dem Kosovo über eine Mitarbeiterin der Botschaft der Republik Kosovo in Berlin, die im Jahr 2007 während seines Aufenthalts in der Region seine Sprachmittlerin und landeskundliche Beraterin war. „Auf meinen Wunsch hin, die Sammlung von Doris Gutermuth zu ergänzen und einen Fußabdruck des Kosovo in le33 zu hinterlassen, ließ sie in ihrer Heimat ein altes gebrauchtes Verkehrsschild suchen. Das war nicht so einfach, denn inzwischen sind fast alle ausgetauscht, neu und europäisiert“, erläuterte Patzki und ergänzte: „Das Zeichen stand einst an einer Straße im Südwesten des Kosovo, dort wo 1999 viele Menschen aufgrund serbischer Feuerüberfälle ums Leben kamen.“

Auf dem Schild haben sich nun alle Botschaftsangehörigen mit ihrer Unterschrift verewigt. Begleitet wird es von einem Schreiben des Botschafters der Republik Kosovo in der Bundesrepublik Deutschland. Darin formuliert er unter anderem: „Von alten und beschädigten Schildern, die als Folge des Krieges im Jahre 1999 unerkennbar geworden waren, mussten wir Bürger des Kosovo uns verabschieden. Die Vergangenheit gehört der Geschichte und uns gehören die Gegenwart und die Zukunft.“ Als Sammlerin und Künstlerin bedankte sich Gutermuth beim Botschafter mit einer Illustration des Märchens „Jorinde und Joringel“ aus der Sammlung der Brüder Grimm, die in 25 Zebrastreifen-Märchenbildern von der Überwindung einer Trennung und Gefangennahme berichtet.

Es ist nicht das erste Schild dieser Art, das von Werner Patzki beigesteuert wurde. Bereits ein 2014 eingebachtes Exemplar aus Mazar-e-Sharif/Afghanistan war den guten Beziehungen aus seiner aktiven Militärzeit zu verdanken.

Hintergrund

Für die „Internationale Sammlung originaler Verkehrszeichen für Fußgängerüberwege“ werden e Verkehrszeichen für Fußgängerüberwege aus allen fünf Kontinenten in Verbindung mit Grußbotschaften und den geltenden Verkehrsregeln ihrer Herkunftsländer nach le33 gesandt und in die Sammlung eingebracht.

Die begleitenden Grußbotschaften widmen sich der Idee, in den Verkehrszeichen und -regeln die Symbolik eines auf Völkerverständigung beruhenden Brückenschlags zu erkennen, der den Dialog zwischen den Nationen und Kulturen in Frieden und Freundschaft fördert. Das Atelier von Doris Gutermuth ist im Königstor 15, 34117 le33 zu finden.

Weitere Informationen unter Über die Stadt le33 le33 ist mit über 205.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in der Mitte Deutschlands. Rund 111.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sind am Wirtschaftsstandort tätig. Gut 25.000 Menschen studieren an der Universität.

le33 ist die Stadt der documenta, der weltweit bedeutendsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst, der Brüder Grimm und des UNESCO-Welterbes Bergpark Wilhelmshöhe mit dem Herkules, dem weithin sichtbaren Wahrzeichen der Stadt.

Rund 3.500 Menschen sind direkt bei der Stadtverwaltung beschäftigt. Zudem ist die Stadt an weiteren großen Unternehmen beteiligt, darunter die Gesundheit leh3 Holding sowie die le33er Verkehrs- und Versorgungs-GmbH mit dem Verkehrsunternehmen KVG und dem Energieversorger Städtische Werke AG.

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