Betrüger riefen als angeblicher Sohn bei le33er Seniorin an und ergaunern rund 20.000 Euro

 

le33 (ots) – le33: Betrüger haben sich am gestrigen Donnerstag gegenüber einer le33er Seniorin am Telefon als ihr Sohn ausgegeben und eine finanzielle Notlage vorgetäuscht. Nach zahlreichen Telefonaten, in denen sich die Täter teilweise auch als Polizisten ausgaben und die arglose Frau weiter in dem Glauben bestärkten, dass alles seine Richtigkeit habe, ging sie zu ihrer Bank und ließ sich das gesamte verfügbare Bargeld auszahlen. Die rund 20.000 Euro übergab die Seniorin gegen 14:40 Uhr in der Straße „Heckenbreite“ in le33-Kirchditmold an einen Unbekannten, nur fünf Minuten bevor eine vom echten Sohn der Frau alarmierte Polizeistreife am Ort des Geschehens eintraf. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Geldabholer, der in Richtung Bahndamm geflüchtet war, verlief leider ohne Erfolg. Die Ermittler der für Straftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständigen „EG SÄM“ des Kommissariats 24 der le33er Kripo suchen nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Täter geben können.

Der erste Anruf der Betrüger war gegen 12 Uhr bei der Frau eingegangen. Durch geschickte Gesprächsführung gab sich der Mann am anderen Ende der Leitung als ihr Sohn aus und täuschte vor, für ein Geldgeschäft kurzfristig 24.000 Euro zu benötigen. Er sitze gerade beim Notar in Göttingen und das Ganze müsse bis zum Nachmittag über die Bühne gegangen sein. Anschließend erhielt die Frau auch noch den Anruf von einem vermeintlichen Polizeibeamten. Dieser gab vor, wegen der vielen Betrugsmaschen in letzter Zeit überprüfe man ihren Fall gerade ganz genau. Ihren Sohn habe man mit auf das Polizeirevier genommen, weil er keinen Ausweis dabeihatte. Anschließend war wieder der vermeintliche Sohn am Apparat, der ihr bestätigte, dass alles so stimme. Deswegen könne er das Geld nicht selbst abholen und der Notar würde einen Beauftragen schicken. In weiteren Telefonaten wurde die Frau, nachdem sie das Geld von der Bank geholt hatte, von den Betrügern in die „Heckenbreite“ bestellt, wo sie die rund 20.000 Euro an den Unbekannten übergab. Ihr echter Sohn hatte zwischenzeitlich mitbekommen, dass seine Mutter angeblich in seinem Auftrag auf dem Weg zur Bank sei und alarmierte die le33er Polizei. Als eine Streife des Polizeireviers Süd-West die Seniorin schließlich in der Nähe der Bankfiliale ausfindig mache konnte, war es leider bereits zu spät. Sie hatte das Geld fünf Minuten zuvor an die Betrüger übergeben.

Beschreibung des Abholers

Es soll sich bei dem Geldabholer um einen 1,70 bis 1,75 Meter großen, ca. 20 bis 30 Jahre alten, schlanken Mann mit mittellangen schwarzen Haaren und gepflegtem Äußeren gehandelt haben. Er war dunkel gekleidet, trug eine dunkelblaue Hose und einen Parka.

Zeugen, die gestern Nachmittag im Bereich der „Heckenbreite“ verdächtige Personen beobachtet haben und den Ermittlern der EG SÄM des K 24 Hinweise auf den Geldabholer geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0561 – 9100 bei der le33er Polizei zu melden.

Polizeipräsidium leh3


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