Jeder kann kochen, er braucht nur Mut: Gebeizter Lachs

 

Ein freundliches „Hallo“ aus der Küche wünscht euch euer „Cook“. Die Fastenzeit steht zwar noch nicht vor der Tür, aber ein wenig Rohkost kann bis zum Aschermittwoch nicht schaden. Das was wir heute machen, ist natürlich auch etwas für Ostern, denn da gehört ja auch Fisch auf den Tisch.

Heute hab ich euch den gebeizten Lachs mitgebracht was eigentlich ganz einfach, denn man muss den Lachs nur einlegen und warten. Dieses Rezept gab es schon bei den alten Wikingern und die wussten was man aus Fisch so alles machen kann. Aus dieser Zeit kommen auch andere Rezepte wie der Stockfisch, welcher später mal von mir behandelt wird. Das was wir heute machen ist der von den Supermärkten in den letzten Jahren gehypte „Graved Lachs“. Anders als die Supermärkte verzichten wir auf Konservierungsstoffe, denn diese braucht man für Lachs nicht, denn das hatten die Wikinger auch nicht.

Was brauchen wir außer dem Lachs, um dieses leckere Rezept zu machen? Nicht viel denn es braucht Salz, Zucker, Ingwer, Orange, Limette, Wacholderbeeren, Piment, Senf, Koriander, Pfefferkörner und Kräuter nach Geschmack. Um dem ganzen jetzt noch ein wenig Kick zu verpassen, nehmt ihr eure Beeren und Körner und röstet sie etwas in der Pfanne an und gebt sie samt eurer Kräuter in einen Mörser, falls vorhanden, und zerstoßt diese. Falls kein Mörser vorhanden ist, auch kein Problem, könnt ihr auch so mit reingeben. Das Lachsfilet checkt Ihr nochmal nach Gräten ab.

Dann legt ihr die Lachsseite mit der Marinade ein und dann ab in einen Frischhaltebeutel und gebt dann die Gewürzmischung hinzu. Wenn ihr dann alles in dem Beutel habt gebt ihr Gin hinzu. Der Fisch soll nicht wieder schwimmen gehen, also nur gerade soviel Gin hinzugeben das er grade so auf dem trockenen liegt. Dann ab mit ihm in den Kühlschrank und jetzt heißt es nur noch eins, warten bis der Lachs fertig ist.

Das dauert im Schnitt zwei Tage. Wenn ihr Ihn dann aus dem Kühlschrank holt, wascht ihn kurz kalt ab und tupft ihn vorsichtig mit etwas Küchenkrepp trocken. Nun braucht ihr eigentlich nichts weiter als ein scharfes Filetiermesser um die dünnen Tranchen abzuschneiden. Wenn Ihr es Rustikal mögt, dann reicht euch ein Stück Brot dazu, denn das nahmen auch die alten Wikinger dazu. Etwas schöner ist es, wenn ihr einen Wildkräutersalat dazu macht.

 

Die Marinade

Damit wir den Lachs auch Graved machen können brauchen wir noch eine Marinade. Dafür ist es wichtig zu wissen, wie schwer die Lachsseite ist, denn ihr gebt in gleichen Teilen Salz und Zucker in die Marinade. Dafür ist es wichtig, dass ihr zu je 1 kg Fisch, 100 gr. Salz und Zucker hinzugebt.

 

Der Salat

Für den Salat solltet ihr euch Handschuhe anziehen, denn sonst sehen nach dem schälen der Roten Beete eure Hände aus wie nach einem schweren Massaker. Verwendet bitte einen Sparschäler. Nehmt dazu Pflücksalat und eine Wildkräutermischung, falls Ihr keine im Garten haben solltet. Zu dem Salat empfehle ich euch eine leichte Marinade zu machen, die aus Sesamöl, Sojasauce, geriebenen Ingwer, Weißwein, Limette und etwas Honig. Hebt dann vorsichtig die Rote Beete und die Kräuter und Salatblätter darunter.

 

Zutaten:

 

für 4 Personen:

1kg Lachsfilet mit Haut

je 1 EL Salz und Zucker

je 1 Orange und Limette, Abrieb von beiden

1 Daumennagel großes Stück Ingwer gerieben

1 Knoblauchzehe gerieben

Kräuter nach Geschmack

 

Salat:

 

250 g Wildkräuter- oder Pflücksalat

2 rote Beten roh

je 2 EL geröstetes Sesamöl, Sojasauce, Mirin (japanischer Weißwein) oder Weißwein,

1 El Honig

Salz, Pfeffer

halber Teelöffel, geriebener Ingwer

 

Ich wünsche euch viel Spaß beim nachkochen und schreibt euer Erlebnis mit dem Lachs in die Kommentare, euer „Cook“ geht jetzt wieder in die Küche, denn da wartet schon das nächste Projekt auf mich.

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