Fachtagung im Römer: Zukunftsfragen der Standortentwicklung von Chemie- und Industrieparks

FFM – Vom 6. bis 7. Dezember fand die 18. EUROFORUM-Jahrestagung Chemie- und Industrieparks erstmals in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main im Plenarsaal des Frankfurter Römers statt. Mit rund 70 Geschäftsführern, Mitgliedern der Geschäftsleitung, Bereichs- und Abteilungsleitern sowie leitenden Mitarbeitern von Chemie-Unternehmen, Chemieparkbetreibern und in Chemieparks ansässigen Standortgesellschaften aus ganz Deutschland verzeichnete die Fachtagung in diesem Jahr einen deutlichen Anstieg der Teilnehmerzahl. Die Veranstaltung bildet eine bedeutende Vernetzungsplattform für ein breites Branchenspektrum, das von der Chemie und Petrochemie über Lebensmittel, Pharma, Energieerzeugung und Stahlerzeugung reicht, bis hin zu industrienahen Dienstleistungen – etwa in den Bereichen Energieversorgung, Ver- und Entsorgung, Technik, Logistik, Instandhaltung und Beratung.

„Mit diesem hochkarätig besetzten Expertenforum stärken wir den Dialog zwischen Industrie und Stadt. Mit einem traditionell starken Chemie- und Pharma-Cluster, mit drei Industrieparks im Stadtgebiet, einer herausragenden Infrastruktur sowie zahlreichen ansässigen Marktführern und branchenspezifischen Institutionen wie etwa dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) oder der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie ist der Plenarsaal des Frankfurter Römer als Austragungsort für die EUROFORUM Jahrestagung das gewisse Extra“, bilanziert Wirtschaftsdezernent Markus Frank.

„Die Chemie- und Pharmaindustrie nimmt innerhalb der vielfältigen Frankfurter Wirtschaft eine besondere Rolle ein und trägt wesentlich zu Investitionen und Wohlstand in unserer Stadt bei“, betonte Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt, in seinem Grußwort zur diesjährigen Fachtagung, bei der aktuelle Themen der Standortentwicklung von Chemie- und Industrieparks in Deutschland im Mittelpunkt standen. Hierzu zählten auch grundlegende Fragen der Harmonisierung von Industrie- und Stadtentwicklungspolitik. So diskutierten Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Frankfurt, Jürgen Vormann, Vorstand der Fachvereinigung Chemieparks im Verband der Chemischen Industrie (VCI) und Vorsitzender der Geschäftsführung von Infraserv Höchst, gemeinsam mit bundesweiten Experten über die Abstandsproblematik im städtischen Kontext.

Stadt und Industrie können auf einen besonderen Erfolg verweisen: Die Stadt Frankfurt am Main und Unternehmen der Industrieparks Höchst, Griesheim und Allessa in Fechenheim schlossen in diesem Jahr eine gemeinsame Vereinbarung zur Umsetzung der Seveso-III-Richtlinie, die bundesweiten Vorbildcharakter hat. Im Einklang mit den Handlungsempfehlungen des Masterplans Industrie wurde ein Mindestabstand von 500 Metern zwischen den Industrieparks und neuen Schutzobjekten (zum Beispiel Wohngebieten) im Sinne der Seveso-III-Richtlinie beschlossen. Der Masterplan Industrie wurde im Januar 2016 von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main beschlossen und gab den Anstoß für eine strategische Neuausrichtung der kommunalen Industriepolitik in Frankfurt.

Ein weiterer Tagungsschwerpunkt, neben Fragen der Stadtverträglichkeit und Anlagensicherheit, richtete sich auf die Perspektiven, die durch die Digitalisierung für die Unternehmen in Chemie- und Industrieparks eröffnet werden. Auch hierzu gaben Frankfurter Unternehmen und Institutionen zentrale Impulse: Eine Einordnung der Potenziale von Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) für ein effizientes Anlagenmanagement nahm Thomas Steckenreiter vor, Mitglied des Vorstandes Forschung und Entwicklung bei der Samson AG im Ostend. Astrid Merz, Prokuristin und Leiterin Weiterbildung und digitale Transformation bei Provadis, konnte in ihrem Vortrag aufzeigen, wie sich Anforderungen an Mitarbeiter in einem zunehmend digitalisierten Arbeitsumfeld verändern und welche neuen Kompetenzen zur Sicherung des Unternehmenserfolgs aufgebaut werden müssen. Aber auch jenseits von Digitalisierungsthemen standen wichtige Zukunftsfragen der Standortentwicklung im Fokus. So konnte sich die Fachwelt unter der Moderation von Holger Bengs, Geschäftsführer der in Frankfurt ansässigen BCNP Consultants GmbH, einen Überblick neuer Geschäftsmodelle und Innovationen verschaffen. Einen Einblick in aktuelle energie- und klimapolitische Entwicklungen gab zudem Jörg Rothermel, Abteilungsleiter Energie, Klimaschutz und Rohstoffe beim Verband der Chemischen Industrie (VCI).

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