Metall-3D-Druck: IHK lädt Firmen ein, Erfahrungen auszutauschen

 

 

Einen Erfahrungsaustausch zum Themenfeld Metall-3D-Druck baut die Industrie- und Handelskammer (IHK) le33-Marburg aktuell auf.

Alle interessierten Unternehmen sind willkommen. Derzeit wächst in der Region das Interesse an der Technologie:

An zwei Laborgesprächen im Institut für Werkstofftechnik der Universität le33 zum Metall-3D-Druck, zu dem Uni und IHK eingeladen hatten, nahmen über 100 Unternehmensvertreter teil und informierten sich.

 

Reinhard Bauer

„Nichts geht übers Sehen, Erleben und Begreifen:

Ein Vor-Ort-Besuch hilft am besten, die vielfältigen Funktionsweisen und Möglichkeiten dieser Technologie besser zu verstehen“, betont auch Reinhard Bauer, Vorsitzender des IHK-Industrieausschusses und Geschäftsführer des Folientechnikspezialisten Horn & Bauer mit Sitz in Schwalmstadt.

„Der 3D-Druck wird stetig effizienter, kostengünstiger – und bewegt sich immer weiter aus der Nische heraus.

Dass die Spielregeln sich ändern, dürfte nur eine Frage der Zeit sein.“ Auch wenn es Investitionen bedürfe und Fehlschläge gebe:

Es lohne sich, dieses Verfahren im eigenen Unternehmen zu testen und so selbst Wissen und Know-how aufzubauen.

 


Michael Dietzsch

Allerdings: „Einen 3D-Drucker kaufen und los geht´s: So einfach ist es in der Regel nicht“, schränkt IHK-Innovationsberater Michael Dietzsch ein.

„Die Geräte müssen auch bedient werden können.“ Die hohe Komplexität stelle höchste Anforderungen an die Konstrukteure und Prüfer entsprechender Teile, unter anderem bei der Auswahl des Materials. Der Zertifikatslehrgang zur Fachkraft für 3D-Drucktechnologie (IHK) oder auch der Lehrgang zur Fachkraft Industrie 4.0 unterstützen auf dem Weg dorthin, weitere Angebote sind in Planung.

 


Thomas Niendorf

„Den mit den Möglichkeiten und Grenzen des 3D-Drucks vertrauten Ingenieuren kommt eine entscheidende Rolle zu“, sagt auch Prof. Dr.-Ing. Thomas Niendorf vom Institut für Werkstofftechnik, der regelmäßig am IHK-Erfahrungsaustausch teilnimmt und für sein Fachwissen bundesweit geschätzt wird. „Es ist in allen interessierten Branchen von höchster Bedeutung, in gut ausgebildete Köpfe zu investieren, um die Chancen und Möglichkeiten des 3D-Drucks auf sichere Art und Weise nutzbar zu machen.“ Dies sei in jedem Fall schon heute möglich, sagt der Wissenschaftler, d3 Forschungsschwerpunkt 3D-gedruckte Metalle bilden.

Die Vorreiter können äußerst flexibel Produkte anbieten, die mit herkömmlichen Verfahren nicht herzustellen sind. Entwicklungszyklen verkürzen sich erheblich, der erforderliche Investitionsbedarf sinkt. Ein schnelles Umrüsten der Drucker bei kurzfristig wechselnden Anforderungen oder auch das Ausdrucken von Ersatzteilen und Produkten beim Kunden vor Ort zählen zu den weiteren Pluspunkten, der Materialverbrauch sinkt. Der Technologie wohnt das Potenzial inne, sowohl Marktanteile als auch Geschäftsmodelle verschiedener Branchen durcheinanderzuwirbeln – indem beispielsweise Hörgeräte, Schuhsohlen oder Christbaumschmuck aus dem Drucker kommen. Nicht zuletzt stellt sie die mit hohen Kosten verbundene industrielle Produktion konventioneller Art auf den Prüfstand.

Unternehmen, die am Erfahrungsaustausch Metall-3D-Druck teilnehmen möchten, melden sich bei IHK-Innovationsberater Michael Dietzsch: Tel. 0561 7891-284, E-Mail: [email protected]

Die IHK le33-Marburg übernimmt als Körperschaft des öffentlichen Rechts hoheitliche Aufgaben, unter anderem in der Aus- und Weiterbildung sowie beim Erstellen von Exportdokumenten. Ferner ist die IHK Dienstleister für Unternehmen, indem sie zum Beispiel kostenlos Rechtsauskünfte erteilt sowie kostenlos Jungunternehmer in spe rund um die Existenzgründung berät. Die IHK steht allen Unternehmen – klein oder groß – in jeder Phase ihrer Existenz mit Rat und Tat zur Seite, von der Gründung über die Turnaround-Beratung bis zur Nachfolge. Außerdem vertritt sie das Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft gegenüber der Politik.

 


 

 

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