LENDERS: SENIORENTICKET VERBESSERT NICHT ÖPNV-QUALITÄT

 

• Forderung nach Ausbau des Angebots
• Initiative für den ländlichen Raum notwendig

 

WIESBADEN – Im Zusammenhang mit der heutigen Ankündigung von Verkehrsminister Al-Wazir und Finanzminister Dr. Schäfer bezüglich der möglichen Einführung eines Seniorentickets in H3 erklärt Jürgen LENDERS, verkehrspolitischer Sprecher der FDP Fraktion im Hessischen Landtag:
„Wir haben nichts dagegen, dass der RMV nun prüft, ob und unter welchen Bedingungen ein Seniorenticket sinnvoll ist, um den ÖPNV für ältere Menschen attraktiver zu machen. Uns stört bei der aktuellen Diskussion um den ÖPNV, dass weder Herr Al-Wazir, noch Herr Dr. Schäfer Vorschläge machen, wie die Qualität bei Bussen und Bahnen verbessert werden soll. Die Landesregierung blendet völlig aus, dass der ÖPNV im Rhein-Main-Gebiet aus allen Nähten platzt. Auch wenn ältere Menschen in Zukunft etwas günstiger mit Bus oder Bahn fahren können, sie werden es nicht tun, wenn sie keinen Sitzplatz finden oder Angst haben müssen nicht an der richtigen Station aussteigen zu können, weil sie sich nicht schnell genug durch die Menschenmassen quetschen können. Ausreichend Sitzplätze, funktionierende Klimaanlagen, saubere Busse, benutzbare Toiletten in Regionalbahnen, sichere Haltestellen und Bahnhöfe, frei verfügbares Wlan: Das alles ist kein Luxus, sondern muss Teil einer dringend notwendigen Qualitätsoffensive im hessischen ÖPNV sein. Dann werden die Menschen von ganz allein ÖPNV Angebote mehr und gerne nutzen, egal ob Schüler, Student, Senior, Landesbediensteter oder Pendler.“
Lenders weiter:
„Der Ausbau des ÖPNV-Angebotes auf dem Land ist neben der Verbesserung der Qualität die zweite Baustelle. Nicht nur in Großstädten, sondern auch in Dörfern und Kleinstädten sind viele ältere Menschen, die mobil sein wollen. Diese finden aber oftmals überhaupt kein ÖPNV-Angebot vor Ort vor und daher hilft ihnen ein 365 Euro-Ticket gar nichts. Wir fordern deshalb eine Initiative für den ländlichen Raum, die endlich die Möglichkeiten der Digitalisierung aufgreift und flexibel auf Bedarfe reagiert, beispielsweise durch den Einsatz von Shuttle-Bussen im Rahmen digital gesteuerter On-Demand-Angebote.“

 

 

 

 

 

 

 

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