Flusskreuzfahrten auf neuen Routen wegen Niedrigwassers

 

 

Ein Ausflugsschiff fährt bei Niedrigwasser rund um die Burg Pfalzgrafenstein an Sandbänken vorbei. Foto: Boris Roessler/Archiv

Wegen des extremen Niedrigwassers des Rheins müssen viele Kreuzfahrtpassagiere auf geänderten Routen fahren oder auch mal in Busse umsteigen. «Unsere Rheinreisen bis runter nach Basel haben wir verlegt, wir sind bei Koblenz rechts auf die Mosel abgebogen und bis Trier gefahren», sagte der Geschäftsführer des Anbieters Phoenix Reisen in Bonn, Benjamin Krumpen, der Deutschen Presse-Agentur. Bei der Mosel regeln etliche Staustufen den Wasserstand – im Gegensatz zum Rhein nördlich vom baden-württembergischen Iffezheim. Die Fahrrinne des Mittelrheins bei Kaub zum Beispiel ist gegenwärtig nur noch um die eineinhalb Meter tief. Der Deutsche Wetterdienst sagte auch für die kommenden Tagen wenig Regen voraus.

«Wir haben auch mal Busse eingesetzt und Passagiere von Köln nach Utrecht gebracht», berichtete Krumpen. «In den Niederlanden fahren auch Schiffe von uns. Da gibt es Kanäle mit gut regulierten Wasserständen.» Die Kunden seien über das historische Niedrigwasser informiert: «Sie nehmen das an, sie sagen: «Fünf Tage intensiv die Niederlande erleben ist auch gut»», berichtete der Touristiker. Die wirtschaftlichen Ausfälle für Phoenix Reisen könne er nicht beziffern. «Wir bieten auch Ermäßigungen auf anderen Schiffen an.»

 

 

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