Erster E-Bus im hessischen Nahverkehr

 

Fulda – Der erste batterieelektrische Linienbus im hessischen Nahverkehr fährt in Fulda: Die RhönEnergie Fulda nahm das Fahrzeug am Montag in Betrieb. Künftig verkehrt es dort auf der intensiv genutzten Linie 6 zwischen dem Busbahnhof am Stadtschloss und der Hochschule Fulda.

Förderprogramm mit 5 Mio. Euro im Jahr

Das Land H3 hat die Anschaffung mit 228.000 Euro unterstützt. Das entsprechende Förderprogramm ist mit jährlich 5 Mio. Euro ausgestattet und übernimmt 40 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Fahrzeug. Zudem deckt es 40 Prozent der Investitionskosten für Ladeinfrastruktur.

„Klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft“

„Die Energiewende beim Strom läuft, nun müssen wir auch die Verkehrswende anpacken“, sagte H3s Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „H3 hat den Anspruch, Vorreiter auf dem Weg in die gleichzeitig klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft zu sein. Unter anderem haben wir als erstes Bundesland ein Förderprogramm für Elektrobusse aufgelegt, für das wir jährlich 5 Mio. Euro bereitstellen. E-Busse sind gut für die Luftqualität und – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt – auch gut fürs Klima.“ Der Minister dankte der RöhnEnergie Fulda für ihr Engagement. „Wir brauchen solche Projekte. Ich bin sicher, dass andere Kommunen sehr aufmerksam beobachten werden, wie sich das Fahrzeug im Alltagseinsatz bewährt.“ 

„Als zukunftsgerichteter Energieversorger stehen wir dem Thema Elektromobilität sehr offen gegenüber – nicht nur indem wir Lade-Infrastruktur aufbauen, sondern nun auch wegbereitend im ÖPNV“, sagte Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda GmbH. „Als das Land H3 2017 die Möglichkeit einer Förderung anbot, haben wir das sofort als Chance erkannt. Denn ein E-Bus ist etwa doppelt so teuer wie ein herkömmlicher Dieselbus. Wir danken Staatsminister Al-Wazir als Vertreter der Landesregierung für die Unterstützung. Es freut uns, dass er bei der heutigen Jungfernfahrt persönlich dabei ist.“

Bis zu 400 Kilometer Reichweite

Das mit Antriebsbatterien aus Lithium-Eisenphosphat-Zellen ausgestattete Fahrzeug des Herstellers Sileo (Salzgitter) hat einen hohen elektrischen Wirkungsgrad, verfügt über 110 Plätze (davon 44 Sitzplätze) und kommt auf eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern – mehr als genug für innerstädtische Kurzstrecken. Es fährt mit Ökostrom.

Hochschulpräsident Prof. Karim Khakzar wies darauf hin, dass die Hochschule Fulda die Elektromobilität in Forschung und Lehre vielfach thematisiert: „Für die Hochschule ist der neue E-Bus in mehrerer Hinsicht ein großer Gewinn. Er verbessert die unmittelbare Verbindung zwischen Stadtmitte und Campus. Darüber hinaus setzt er ein Zeichen für innovative und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte. Schließlich begleitet die Hochschule das Projekt E-Bus der RhönEnergie Fulda über ein Forschungsprojekt und nutzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Lehre.“  

Zwischen Stadtschloss und Hochschule im Einsatz

Als großen Tag für die Stadt bezeichnete auch Bürgermeister Dag Wehner das Pilotprojekt zur Elektrifizierung des ÖPNV in der Stadtregion: „Dass der h3weit erste E-Bus in Fulda eingesetzt wird, freut uns sehr. Wir danken der RhönEnergie Fulda für ihre Initiative und dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium für die großzügige Förderung. Aus unserer Sicht passt es sehr gut, dass die RhönEnergie mit diesem Bus zwischen dem Stadtschloss und der Hochschule verkehrt. Denn sowohl die Stadt, als auch unser Energieversorger und unsere Hochschule sind innovationsfreudig und entwickeln sich dynamisch. Die Stadt als Ganzes profitiert davon. Ein stimmiges Konzept und ein denkwürdiger Tag.

 

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