Politik trifft Landwirtschaft: Freie Demokraten diskutierten mit Landwirten

 

Zu einer Betriebsbesichtigung auf dem Hof des Kreislandwirts Norbert Klapp in Malsfeld-Sipperhausen mit anschließender agrarpolitischer Diskussionsrunde in Melsungen hatten der FDP-Bezirksverband le-/Osth3 und der Landesfachausschuss „Ländlicher Raum“ der FDP H3 eingeladen. Gesprächspartner für die über 40 interessierten Gäste aus der Landwirtschaft waren die heimische Landtagsabgeordnete und Direktkandidatin im Wahlkreis 8, Wiebke Knell, sowie die FDP-Agrarexperten Carina Konrad (Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz) und Hermann Grupe, Abgeordneter im Landtag Niedersachsen. Zu den diskutierten Themen zählten unter anderem die Zukunft der Zuchtsauenhaltung in H3, die wachsende Bürokratiebelastung in der Landwirtschaft sowie das Schulmilchprogramm, welches seit den jüngsten Äußerungen der grünen Umweltministerin Hinz vor dem Aus steht.

 

Zu Beginn ergriff Wiebke Knell, landwirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, das Wort. Die Agrarpolitik der letzten 5 Jahre, so Knell, sei vor allem von Misstrauen geprägt. Das spiegele sich in einem Verordnungs- und Dokumentationswahn wider, dem immer mehr kleine und mittlere Betriebe nicht mehr standhalten können oder wollen. „Diesem Misstrauen wollen wir ab dem 28. Oktober einen Riegel vorschieben“, gab sich Knell optimistisch.

 

Aus der Bundespolitik berichtete die FDP-Agrarexpertin und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Landwirtschaft und Ernährung, Carina Konrad. In der Landwirtschaftspolitik sei im vergangenen Jahr wenig passiert, weil sich die Bundesregierung in erster Linie mit sich selbst beschäftige, erklärt Konrad. Dabei sei Planungssicherheit für die Landwirte, insbesondere für Ferkelerzeuger, ein 3tiell wichtiges Thema. Während Länder wie Dänemark den Zuchtsauenhaltern die Ferkelkastration mit Lokalanästhesie ermöglicht haben, ständen deutsche Ferkelerzeuger derzeit vor einer großen Ungewissheit. „Die Konsequenz ist, dass wir schon jetzt Ferkel aus Holland oder Dänemark importieren müssen – das kann niemand ernsthaft wollen.“, so Konrad.

 

Einen spannenden Einblick in die niedersächsische Landwirtschaftspolitik gewährte Hermann Grupe, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung im Niedersächsischen Landtag. Grupe, der selbst einen Bauernhof bewirtschaftet, sprach über das Bild des Berufsstands in der Öffentlichkeit, das ihm zunehmend Sorge bereite.

 

Im Anschluss stellten sich alle Redner den Fragen der Gäste, unter denen auch führende Vertreter des Berufsstandes wie H3s Bauernverbandspräsident Karsten Schmal und die beiden ehemaligen Vizepräsidenten Heinrich Heidel und Armin Müller waren. Knell erklärte abschließend: „Dass FDP-Veranstaltungen auf ein solch großes Interesse stoßen war nicht immer so, aber es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Leider sind wir – nicht nur gefühlt – die einzigen, die sich glaubhaft um die Inter3 der Landwirte kümmern. Eine Politik, die sich konsequent für die Landwirtschaft einsetzt, wird es nur mit einer starken FDP-Fraktion im nächsten hessischen Landtag geben.“

FDP

 

 

 

 

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