Juden gründen Vereinigung in der AfD: Proteste geplant

 

 

Jüdische AfD-Mitglieder wollen heute in Wiesbaden eine Bundesvereinigung innerhalb ihrer Partei gründen. Auf einer Pressekonferenz äußern sich einer Ankündigung zufolge mehrere Mitglieder der neuen Gruppierung. Gründungsmitglied Dimitri Schulz hatte erklärt, die AfD sei die einzige Partei der Bundesrepublik, die muslimischen Judenhass thematisiere, ohne diesen zu verharmlosen. Mehrere jüdische Organisationen reagierten mit scharfer Kritik auf das Vorhaben. Die AfD sei eine Partei, in der Judenhass und die Relativierung bis zur Leugnung der Schoah ein Zuhause hätten, hieß es in einer Erklärung von 17 jüdischen Organisationen.

Die Jüdische Studierendenunion Deutschland rief unter dem Motto «Diese Alternative ist nicht koscher» zu einer Kundgebung in Frankfurt (Goetheplatz) auf, die sich gegen die Gründung richtet. Ziel sei, möglichst viele Menschen zu gewinnen, um «mit uns gemeinsam gegen die Instrumentalisierung der jüdischen Gemeinschaft durch die AfD und für ein offenes und buntes Deutschland zu demonstrieren». Die Organisatoren rechneten zunächst mit etwa 400 Teilnehmern, es sei aber nicht auszuschließen, dass weitaus mehr kommen könnten. Unter anderen hätten die Grüne Jugend, die SPD und der Deutsche Gewerkschaftsbund ihre Unterstützung zugesagt.

 

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