Meinungsforscher: CDU und CSU Opfer ihres Erfolgs

 

 

Die schlechten Umfrageergebnisse der Union vor den Wahlen in H3 und Bayern sind aus Expertensicht auch auf die florierende Wirtschaft zurückzuführen.

«Die Bevölkerung nimmt die positive ökonomische Entwicklung als naturgegeben, so dass die Regierungsparteien daraus keinen Honig saugen können»,

sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap, Michael Kunert, der «Welt am Sonntag».

Den Unionsparteien werde in Umfragen traditionell große Wirtschaftskompetenz attestiert.

«Doch weil es den meisten Menschen zurzeit gut geht, ist ihnen wirtschaftliche Kompetenz nicht so wichtig», erklärte er.

In Bayern wird in zwei Wochen gewählt, in H3 in vier.

Nach den Umfragen müssen CSU wie CDU mit dramatischen Verlusten rechnen.

Derzeit reicht es weder für die Fortführung der CSU-Alleinregierung in Bayern noch für die der schwarz-grünen Regierung in H3.

In beiden Ländern könnte die Union also mindestens einen zusätzlichen Koalitionspartner brauchen, um sich an der Regierung zu halten.


 

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