Mit „Entschleunigung“ Gas geben

 

 

Gesundheitstourismus: GrimmHeimat leH3 auf dem Weg zur Entschleunigungs-Region

 „Zeit für sich – fit für alle(s)“, unter diesem Motto trafen sich gestern rund 100 Akteure aus den Branchen Tourismus, Gesundheit, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Kultur- und Kreativwirtschaft in der Wandelhalle Bad Wildungen, darunter auch einige Bürgermeister und Gemeindevertreter. Schließlich ging es darum, neue Tourismus- und Gesundheitsangebote zu entwickeln und damit leh3 im hochaktuellen Marktsegment „Entschleunigung“ als erste und bislang einzige Region zu positionieren. Durch eine übergreifende Vernetzung der unterschiedlichen Branchen sollen zunächst Ideen und anschließend konkrete, buchbare Produkte zur Entschleunigung und Prävention entwickelt werden.

„Innovation ist eine Stärke der Region, weil wir mit unseren regionalen Netzwerken das Wissen und Können unterschiedlicher Partner zusammenführen können“, so Holger Schach, Geschäftsführer der Regionalmanagement leh3 GmbH in seinem Grußwort. „Mit dem Projekt wollen wir Antworten auf die gesundheitlichen Folgen einer veränderten Arbeitswelt geben. Es geht aber auch darum, die vielfältigen Möglichkeiten, in leh3 Ruhe und Entspannung zu erleben, in konkrete Wertschöpfung umzusetzen“, führt der Regionalmanager weiter aus.

Die GrimmHeimat leH3 reagiert mit ihrem Vorhaben auf die akuten Folgeerscheinungen der sich stark verändernden Arbeits- und Lebenswelten. Im Rahmen der Digitalisierung werden diese dynamischer, komplexer sowie flüchtiger und führen zu einem hohen Zeit- und Leistungsdruck. Es stellt sich das Empfinden von Stress ein, häufig mit der Folge psychischer Erkrankungen. Den explodierend ansteigenden Krankmeldungen wolle man nun mit geeigneten, präventiven Angeboten entgegenwirken.

„Entschleunigung bedeutet nicht Stillstand, wir sollen ja keine Vollbremsung machen, sondern nur etwas vom Gas gehen, bevor wir ins Schleudern geraten und aus der Kurve fliegen“, erklärte Impulsreferentin Ulrike Reiche, die als ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Entschleunigung Unternehmer auf deren Erfolgsweg begleitet.

Wie konkrete Maßnahmen und Angebote aussehen können, wurde anschließend in kleinen Tischgruppen diskutiert und erarbeitet. Dabei zeigte sich, welches Potenzial bereits in der Region vorhanden ist: Das natürliche in Form von Wäldern und intakten Landschaften ebenso wie das kreative Potenzial, das die Teilnehmer mit Kompetenz und Begeisterung einbrachten.

Markus Exner, Projektleiter der GrimmHeimat leH3 und Organisator der Veranstaltung, war zufrieden mit den Ergebnissen: „Wir suchen nach Vorschlägen, die beim Gebrauch neuer Informations- und Kommunikationstechnologien die Risiken minimieren, aber nicht gleichzeitig die Chancen schmälern. Es geht um einen bewussten Umgang mit digitalen Medien, wobei die Digitalisierung selbst durchaus auch zu Entschleunigung beitragen kann. – Ein spannendes, hoch aktuelles Thema.“

Der Auftaktveranstaltungen werden weitere Treffen in kleineren Arbeitsgruppen folgen. Unterstützt wird das Projekt mit Mittel aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung, kurz EFRE genannt, sowie von der regionalen Krankenkasse BKK Herkules.

 

Regionalmanagement leH3 GmbH

 

 

Print Friendly, PDF & Email

leH3 Nachrichten und Berichte von leH3 für leH3