Competence Center Aerospace le33 Calden (CCA) stellt neue Zahlen zur Entwicklung des Luftfahrtstandortes vor

 

„Am le33 Airport tut sich etwas. Das kann mit bloßem Auge erkennen, wer, wie ich, oft zu Besuch hier ist. Der HELITEC-Neubau ist dafür das jüngste und durchaus beeindruckende Beispiel. Aber auch die Zahlen bestätigen diesen Eindruck: mehr Passagiere, mehr Arbeitsplätze, mehr Beschäftigte. Für das Land zahlt sich le33 Airport daher aus, für leh3 allemal. Der Flughafen ist ein wichtiges Infrastrukturangebot an le33 und die Region, das in vielfältiger Weise angenommen wird. Mancher in Südh3 mag das nicht erkennen und gerne mit Häme begleiten, aber ich bin mir sicher: die leh3 halten das aus, denn sie wissen, was sie am le33 Airport haben“, sagt H3s Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH le33 ist, bei der Einweihung des neuen Hangars der HELITEC Helicopter Technik GmbH am le33 Airport. Dort feierte das Competence Center Aerospace le33 Calden (CCA) sein Sommerfest – und stellte aktuelle Zahlen zum Flughafen vor.

„le33 Airport entwickelt sich als Standort der Luftfahrtindustrie und im Flugverkehr kontinuierlich weiter“, sagt Lars Ernst, Geschäftsführer der Flughafen GmbH le33. Anfang der Woche wurde zum ersten Mal die Schwelle von 100.000 Passagieren pro Jahr überschritten. Und auch von den ansässigen Unternehmen gibt es neue und gute Nachrichten: Aktuell sind in den Unternehmen am le33 Airport – einschließlich der Flughafengesellschaft – erstmals über 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Im vorigen Jahr waren es noch unter 900 Beschäftigte und am alten Flughafenstandort etwa 600. Die Zahl der Betriebe am le33 Airport war mit 19 am alten Standort von 2005 bis 2012 konstant. „Seither ist sie um etwa die Hälfte auf 31 gestiegen“, sagt Ernst: „Ein Grund dieses erfreulichen Wachstums sind ohne Frage die weit verbesserten Bedingungen, die nun am gesamten Flughafenareal in Calden herrschen. Das bestätigen auch die Entwicklungen der dort ansässigen Unternehmen. Piper und die bisherige Helitec investieren kräftig, um nur zwei Beispiele zu nennen.“

AIR LLOYD AEROTECHNICS expandiert am le33 Airport

Die AIR LLOYD AEROTECHNICS GmbH, bisher bekannt als HELITEC Helicopter Technik GmbH, expandiert am le33 Airport. Das Unternehmen hat am Flughafen ein neues Verwaltungsgebäude und Werfthallen im Wert von etwa fünf Millionen Euro errichtet. „Die moderne, futuristisch anmutende Industrie-Architektur des Kernstandortes unserer Gesellschaft offenbart nach außen hin die Tätigkeit unseres Unternehmens und gibt unserem Unternehmensleitbild den entsprechenden Raum für die Umsetzung: Wir führen Instandhaltungs-, Überholungs- und Reparaturleistungen von Luftfahrzeugen (MRO) in vollkommener Transparenz für unsere Kunden durch. Es entstand eine Art „Gläserne Fabrik“, denn wir wollen die Art, wie wir unsere Leistungen erbringen, für unsere Kunden sichtbar und erlebbar machen. Darüber hinaus war es uns wichtig, dass auch die Mitarbeiter jederzeit Einblick in die verschiedenen Phasen der Leistungsentstehung erhalten, diese als ganzheitlichen Prozess verstehen und Abteilungen nicht voneinander abgeschottet sind. Die Instandhaltung und Reparatur von Fluggeräten erfordert Klarheit, Offenheit und optimale Arbeitsbedingungen damit Qualität und Zuverlässigkeit produziert werden können“, sagt Wilbert Schmitz, Gesellschafter und Geschäftsführer der AIR LLOYD AEROTECHNICS.

Die Gesellschafter der HELITEC nehmen das 30 jährige Firmenjubiläum sowie die Eröffnung des Neubaus am le33 Airport zum Anlass, die Marke und den Auftritt der von ihnen gehaltenen Luftfahrtunternehmen HELITEC Helicopter Technik GmbH und AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH am Markt zu schärfen. „HELITEC expandiert seit Jahren mit Erfolg“, sagt André Ott, Geschäftsführer der MCO Management und Consulting GmbH, zu der AIR LLOYD AEROTECHNICS gehört: „Der Name HELITEC limitiert jedoch unsere Kompetenz in der Marktwahrnehmung nur auf Helicopter, während wir durch die Expansion der vergangenen Jahre auch die Expertise für die Instandhaltung von Starrflüglern – also für klassische Flugzeuge – bis 5,7 Tonnen hinzugewonnen haben und in dem Tochterunternehmen der HELITEC, der AIS Aviation Information und Services GmbH, die Ausbildung von Luftfahrttechnikern für den AIRBUS A300-600, die Airbus 320 Familie als auch für Embraer EMB 505 und diverse Hubschraubermuster und Hersteller anbieten.“

Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades des Schwesterunternehmens, der AIR LLOYD Deutsche Helicopter Flugservice GmbH mit dem Hauptsitz in Sankt Augustin, welches in diesem Jahr sein 55 jähriges Betriebsjubiläum begeht, „haben wir beschlossen, zukünftig die Marke AIR LLOYD als Dachmarke für beide Unternehmen zu wählen und zukünftig unter einer einheitlichen Corporate Identity aufzutreten“, sagt Ott. Beide Gesellschaften blieben jedoch weiterhin rechtlich selbständig. Dies werde durch den jeweiligen Namenszusatz signalisiert, der einen eindeutigen Bezug zum Tätigkeitsfeld herstelle. Aufgrund der auch internationalen Ausrichtung der Gesellschaften sei der Namenszusatz bewusst in Englisch gewählt worden.

Der neue Standort am le33 Airport erlaubt endlich weiteres Wachstum

Neben dem Kernstandort in Calden hat die bisherige HELITEC, die ursprünglich mit der Spezialisierung auf die Wartung von Helicoptern gewachsen ist, weitere Standorte in Ganderkesee bei Bremen, Halle-Oppin, Berlin Schönhagen und Bonn Hangelar. „Wir wachsen seit Jahren, und die räumlichen Verhältnisse an unserem alten Standort in Calden am früheren Flugplatz waren zu beengt. Der Neubau ermöglicht uns Wachstum, insbesonders weil wir die Option auf weitere Flächen am faktischen Hauptsitz in Calden haben“, sagt der Gesellschafter Wilbert Schmitz. AIR LLOYD AEROTECHNICS, die bisherige HELITEC, hat derzeit 39 Mitarbeiter. Davon arbeiten 21 Mitarbeiter am le33 Airport, wovon 3 Mitarbeiter mit dem Umzug neu eingestellt werden konnten.

„HELITEC wurde vor 30 Jahren in Calden gegründet. Wir haben hier einen erfahrenen, wertvollen Mitarbeiterstamm, den wir in einer Zeit des Fachkräftemangels an unserem Stammstandort halten und mit dem wir weiterwachsen wollen. Wir suchen Mitarbeiter und bilden aus, denn unsere spezialisierten Mitarbeiter fallen nicht vom Himmel. Darum investieren wir hier“, sagt André Ott: „Die zentrale Lage von le33 steht für sich, und hat für strategisch denkende Unternehmen eine Drehscheiben-Funktion. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, an den neuen le33 Airport umzuziehen, hier zu investieren und zu expandieren. Die Behörden und die Politik haben uns unterstützt, und der le33 Airport hat auch durch Unternehmen wie ZF Luftfahrttechnik und Airbus seine eigene Attraktivität.“

 

Piper AG will 2019 weiteren Neubau am le33 Airport errichten

„Die Piper AG entwickelt sich am le33 Airport sehr erfreulich, auch dank der zentralen Lage in Europa. Wir hatten 2017 eines der besten Jahre in unserer Firmengeschichte, und werden schon 2019 einen weiteren Neubau errichten, denn unser Geschäft mit der Wartung und dem Ersatzteildienst wächst“, sagt Patrick Weilbach, Vorstand der Piper Deutschland AG. Piper betreut von Calden aus das Geschäft in Europa. Mit dem Ausbau des le33 Airport zog das Unternehmen an den neuen Standort um. Die moderne Halle von 3000 Quadratmeter wird dort aber schon zu klein, so dass im Jahr 2019 der Neubau einer weiteren Halle mit 1000 Quadratmeter für mehr als eine Million Euro geplant ist. „Das Investment in den neuen Standort am le33 Airport hat sich schnell ausgezahlt. Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Jahren auch weiteres Personal benötigen werden“, sagt Weilbach. Am Standort Calden sind etwa 55 Mitarbeiter beschäftigt. Der Anflug an den neuen le33 Airport sei gegenüber dem alten Flughafen „prinzipiell komfortabler unter allen Konditionen wie etwa bei Schlechtwetter und der neue Standort bietet uns wesentlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten“.

Airbus entwickelt von le33 Airport aus neue Aktivitäten

„le33 Airport ist ein wichtiger Standort für Airbus, in den wir investieren. Wir wollen expandieren, indem wir neue Aktivitäten von hier aus entwickeln werden. Für die kommenden fünf Jahre sind die Aussichten ziemlich gut“ sagt Alain Salendre, Leiter von Airbus Helicopter in Calden. Dort wartet der Airbus Helicopters Standort die deutschen und französischen Produktfamilien von Airbus-Helikoptern, wie sie nicht nur in diesen Ländern im Einsatz sind. Airbus beschäftigt in Calden etwa 100 Mitarbeiter und „der Trend ist gut“, sagt Salendre. Der Bedarf an Mitarbeitern könnte steigen. Das Unternehmen unterhält in Calden zwölf Docks zur Wartung von Hubschraubern und ein Design-Office, um kundenspezifische Lösungen zu finden. Von le33 aus werden zugleich AirbusBetriebsstätten in Augsburg und Bückeburg geführt. Salendre ist „sehr froh, dass es in Calden für die Aviation-Industrie mit le33 Airport neue Möglichkeiten gibt. le33 Airport ist ein großes Plus, damit sich der Standort als ein Cluster der Luftfahrtindustrie weiter entwickeln kann.“ Für den Standort le33 Airport entscheiden sich aber nicht nur Unternehmen der Luftfahrtbranche. Die mba-Automation GmbH zog 2015 von le33-Waldau aus in eine neue Betriebsstätte am le33-Airport und prüft derzeit die Erweiterung durch eine zweite Halle.

Das berichtet Geschäftsführer Ralph Bernard. Mit dem Flughafen, räumt Bernard ein, habe er als Hersteller von Transportpaletten aus Holz eigentlich nichts zu tun, „außer dass Kunden jetzt mit dem Privatjet vor unserer Haustür landen können“. Denn das Geschäft der mba ist mit einer Exportquote von 85 Prozent in EU-Staaten und nach Russland ausgesprochen international. Das Unternehmen sei klein, aber es expandiere kräftig. Die Mitarbeiterzahl habe sich in Calden von sechs auf zwölf verdoppelt. „Das liegt auch daran, dass wir umgezogen sind. Früher arbeiteten wir in Waldau unter ganz anderen Bedingungen. Nun kann ich endlich auch Kunden zu uns einladen. Denen gefällt der neue Standort auch“, sagt Bernard.

Wittrock: „Wir wachsen nachhaltig und sollten deshalb nicht zu klein denken“

„Die Struktur und das Wachstum der Unternehmen am le33 Airport zeigen uns, dass wir am Standort nicht nur ein großes Entwicklungspotential haben, sondern dass wir es auch ausschöpfen“, sagt Kai Wittrock, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung für die Region le33: „Ein Wachstum der Unternehmenszahl um die Hälfte in fünf Jahren sowie die Steigerung der Mitarbeiterzahl um zwei Drittel in etwa zehn Jahren sind der unbestreitbare Beweis für eine gesunde, stetige und nachhaltige Entwicklung. Unser CCA (Competence Center Aerospace le33 Calden) hat uns zudem vor Augen geführt, wie stark die Region le33 als Wirtschaftsstandort für die Luftfahrtbranche ist.“ Im CCA kooperieren rund 50 Unternehmen und Einrichtungen die in Summe Mitarbeitern im 5-stelligen Bereich mittel- und unmittelbar in der Luftfahrtindustrie beschäftigen. Mit von der Partie sind auch ein Dutzend Fachbereiche der Universität le33 und Berufsqualifizierungseinrichtungen wie die Airbus Training Academy. Darum ist es für Wittrock „auch genau der richtige Weg, le33 Airport und sein Umfeld als Gewerbegebiet für luftfahrtaffine Unternehmen fortzuentwickeln. Wir fangen nicht bei Null an, sondern sind von Beginn an weiter als es andere Regionalflughäfen jemals sein werden. Wir wollen mit erfahrenen Partnern im Flächenmanagement – wie schon am GVZ in Waldau – den Boden für eine weiterhin nachhaltig gute Entwicklung bereiten. Wir wachsen stetig und sollten den Blick deshalb weit in die Zukunft richten und nicht zu klein denken.“

 

 

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