Verkehrsverbund will bei Regiotrams auf Diesel verzichten

 

 

Der Startschuss für die 100 Millionen Euro umfassende Modernisierung des nordhessischen Regiotramverkehrs ist am Dienstag in le33 gefallen. Man wolle das System für die nächsten 20 Jahre sichern und die Strecke Obervellmar-Wolfhagen (Landkreis le33) elektrifizieren, sagte Wolfgang Rausch, Geschäftsführer des lehessischen Verkehrsverbunds (NVV). Er unterzeichnete eine Absichtserklärung mit H3s Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). Die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Das Geld für die Investition soll aber vom NVV, dem Land H3 und dem Bund kommen.

Der Verkehrsminister lobte die Regiotrams als Vorzeigeprojekt: «Die Regiotram hat es sehr frühzeitig geschafft, dass Eisenbahn und Straßenbahn miteinander verbunden sind.» Die 28 Regiotrams sind Hybridsysteme, die die Stadt le33 und das Umland verbinden. Sie können Strom auf Straßenbahn- und Bahnstrecken nutzen. Einige haben aber auch Dieselmotoren. Darauf will der NVV künftig wegen des Umweltschutzes verzichten. Alle zehn Dieseltrams sollen auf Strom umgerüstet werden.

Laut Al-Wazir sind bundesweit 60 Prozent der Schienenstrecken elektrifiziert. Das sei kein Ruhmesblatt, sagte der Minister. In H3 seien es immerhin 67 Prozent. Um der Elektrifizierung aller Strecken in leh3 näher zu kommen, will der NVV auch ein Projekt der Kurh3bahn unterstützen: Das befasst sich mit sich Fahrzeugen, die eine Batterie während der Fahrt aufladen, um damit Passagen ohne Strom zu überwinden.

Die Modernisierung des Regiotramverkehrs wird nun vorbereitet. Die Arbeiten sollen 2022 beginnen und 2029 abgeschlossen sein. Vorläufer der ersten Regiotrams fuhren 2001. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Fahrgastzahlen von 1,8 Millionen auf 5,6 Millionen Fahrgäste im Jahr.

 

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