Deutscher Tierschutzbund kritisiert: Erfolgswille geht auf Kosten der Tiergesundheit

 

Bildunterschrift: Bei Galopprennen geht es vor allem um den Sieg – oft auf Kosten der Tiere.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten

Bei Rennunfällen in Hamburg mussten am vergangenen Mittwoch zwei Pferde aufgrund schwerer Verletzungen eingeschläfert werden, davon eines noch auf der Rennbahn. Zum Start des Deutschen Derbys am 8. Juli erneuert der Deutsche Tierschutzbund daher seine Kritik an Pferderennen. Der Verband nimmt die diesjährige Rennsaison zum Anlass, um in den kommenden Wochen und Monaten über Missstände im Pferderennsport aufzuklären. So haben die Rennen u.a. Auswirkungen auf die Gesundheit der Tiere: Verletzungen oder sogar Todesfälle sind keine Seltenheit.

 

„Galopprennen wie das Deutsche Derby sind tierschutzrelevant, weil der Wille zu gewinnen leider meist wichtiger ist als die Gesundheit der Tiere“, erklärt Dr. Esther Müller, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund. „Die aktuellen traurigen Vorfälle in Hamburg haben das einmal wieder mehr als deutlich gemacht. Wir appellieren daher dafür, solche Veranstaltungen nicht zu unterstützen – weder indem man sie besucht noch indem man auf Rennpferde wettet.“

 

Dass der Erfolgswille auf Kosten der Gesundheit der Tiere geht, zeigt beispielhaft auch die Bilanz der in Deutschland ausgetragenen Rennen im letzten Jahr, die in den Rennergebnislisten dokumentiert ist: Sechs Pferde kamen 2017 in den Rennen zu Tode – sie brachen sich die Beine und mussten eingeschläfert werden; weitere 33 Pferde zeigten noch während der Rennen Lahmheiten. Nasenbluten, das bei insgesamt elf Pferden festgehalten wurde, lässt auf Lungenbluten durch die extreme Anstrengung schließen.

 

Das Deutsche Derby auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn ist nach eigenen Angaben das „bedeutendste und höchstdotierte Rennen des deutschen Galopprennsports“. Der Deutsche Tierschutzbund nimmt in den kommenden Wochen verschiedene Pferderennen zum Anlass, um sowohl über klassische Öffentlichkeitsarbeit als auch in den sozialen Medien gezielt über die Auswirkungen, tierschutzwidrige Praktiken und den Umgang mit den Tieren aufzuklären.

 

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