Stiftung: Fruchtbarkeitserhaltung von Krebspatienten

 

 

Eine Stiftung für Krebserkrankte engagiert sich dafür, die Fruchtbarkeit junger Patienten zu erhalten. Die in Berlin ansässige Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs will erreichen, dass Erkrankte nicht auf den Kosten für entsprechende Behandlungen sitzen bleiben. Bisher müssen die jungen Betroffenen die Entnahme und Konservierung ihrer Ei- oder Samenzellen oder ihres Eierstockgewebes selbst finanzieren. Das kostet laut Stiftung bis zu 4300 Euro.

«Die Änderung nur eines Satzes im Sozialgesetzbuch V würde die Finanzierung durch die Krankenkassen ermöglichen. Die jungen Patienten aus den Treffpunkten und Stiftungsvertreter führen intensive Gespräche mit Bundestagsabgeordneten von Regierung und Opposition», erklärt Krebsmediziner Freund, der früher als Professor an der Uniklinik Rostock tätig war. Nun engagiert sich der 68-Jährige als Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung für die jungen Erwachsenen.

Jährlich erkranken seinen Angaben zufolge bundesweit 15 000 junge Menschen im Alter von 18 bis 39 Jahren an Krebs. Die Heilungsrate in der Altersklasse betrage 80 Prozent. Aber die Krebstherapien verschlechtern die Fortpflanzungschancen erheblich, wie Freund sagte.

Die 2014 gegründete Stiftung veranstaltete vor kurzem ihr erstes bundesweites Treffen von jungen Erwachsenen mit Krebs in Lauterbach (Vogelsbergkreis). Künftig sollen weitere folgen. Für von Krebserkrankungen betroffene junge Erwachsene gibt es mittlerweile Treffpunkte in 16 Städten und Regionen bundesweit. Auch dieses Netz solle erweitert werden, teilte die Stiftung mit.

 

 

 

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