Wer hätte das gedacht? Neue Regelung sorgt für Fragen-Ansturm bei Datenschützern

 

 

Seit die neue EU-Datenschutz-Regel in Kraft getreten ist, wird der hessische Datenschutzbeauftragte von Anfragen geradezu überschwemmt. «Wir nennen uns nur noch Call-Center», sagte eine Sprecherin in Wiesbaden. «Die Zahl der Anfragen ist extrem hoch. Vor allem bei Firmen, Kommunen und auch bei Vereinen herrschen große Unsicherheiten.» Aber auch Privatleute wenden sich mit ihren Fragen an den Datenschutzbeauftragten Michael Ronellenfitsch und sein Team. Wie viele formale Beschwerden darunter sind, konnte die Sprecherin nicht beziffern.

Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gilt seit 25. Mai. Im Kern soll die Verarbeitung personenbezogener Daten etwa durch Unternehmen oder Vereine geregelt werden. Unter anderem müssen Verbraucher künftig von Beginn an darüber informiert werden, wer ihre persönlichen Daten wie Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Ausweisnummer aus welchem Grund erhebt – und sie müssen zustimmen. Daten, die für den ursprünglichen Zweck der Speicherung nicht mehr benötigt werden, müssen gelöscht werden. Bei Verstößen gegen die neuen EU-Regeln drohen Strafen von bis zu vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

 

 

 

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