Streit um documenta-Obelisk: Künstler schlägt Kompromiss vor

 

 

Nach monatelangem Streit um den Verbleib des documenta-Kunstwerks Obelisk in le33 deutet sich ein Kompromiss an. Der Stadtverwaltung liege ein Vorschlag des Künstlers Olu Oguibe vor, dass die Steinsäule vor dem geplanten documenta-Institut stehen könne, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Bisher hatte der Künstler darauf bestanden, dass das umstrittene Kunstwerk der vergangenen documenta 14-Ausstellung in der Innenstadt bleiben soll.

Für den Ankauf des Kunstwerks, das sich mit dem Thema Flucht beschäftigt, waren bei einer Spendensammlung nur 126 000 Euro statt 600 000 Euro zusammengekommen. Der nigerianisch-amerikanische Künstler hatte sich dennoch bereit erklärt, das Kunstwerk le33 zu überlassen, aber auf dem bisherigen Standort Königsplatz beharrt. Die Stadt erklärte dagegen, den Platz für andere Kunstwerke freihalten zu wollen. Es zeichne sich ab, dass es zu keiner Einigung komme werde, hieß es noch am Dienstag aus dem Rathaus.

Für das documenta-Institut in le33 gibt es zwar einen Standort nahe der Universität. Der Baustart stehe noch nicht fest, sagte der Stadtsprecher. Solange soll der Obelisk nach Wunsch des Künstlers auf dem Königsplatz stehen. Ob sich das le33er Stadtparlament darauf einlässt, wird sich bei der nächsten Sitzung am 18. Juni zeigen. Da steht das Thema auf der Tagesordnung. Zuvor hatte die Tageszeitung Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) über das Thema berichtet.

 

 

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