Anklage erhoben: Auch DFB selbst droht in WM-Affäre Geldbuße

 

 

Der ehemalige DFB Präsident Wolfgang Niersbach. Foto: Georgios Kefalas/KEYSTONE FILE

In der Affäre um die Fußball-WM 2006 droht auch dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine hohe Geldbuße. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt teilte am Freitag mit, dass sie die Anordnung der Nebenbeteiligung des DFB im Strafverfahren beantragt habe. Dies sei im Strafrecht möglich, wenn eine leitende Person der Institution eine Straftat begangen habe. Werde Vorsatz festgestellt, könne das Gericht eine Geldbuße bis maximal zehn Millionen Euro verhängen, erklärte Oberstaatsanwältin Nadja Niesen.

Zudem hat die Behörde drei langjährige DFB-Funktionäre wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall oder Beihilfe dazu angeklagt. Dies hatten Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und Horst R. Schmidt bereits vor gut einer Woche bestätigt.

Die Ermittler werfen dem Trio vor, eine falsche Steuererklärung für das WM-Jahr 2006 abgegeben und eine Rückzahlung der ominösen 6,7 Millionen Euro im Zentrum der gesamten Affäre bewusst verschleiert zu haben. Die drei langjährigen Spitzenfunktionäre weisen das jedoch zurück. Ein Termin für den Prozess steht noch nicht fest, das Landgericht prüft nun zunächst, ob es die Anklage so zulässt.

 

 

 

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