Rund 1000 Besucher auf der Messe le33Buch

 

 

Erste le33er Buchmesse des Literaturhauses leh3 war ein großer Erfolg

le33. Die erste le33er Buchmesse „le33Buch“ schloss am Sonntag 6. Mai, um 18 Uhr die Pforten. Trotz des sonnigen Wetters und sommerlicher Temperaturen ließen sich rund 1000 Besucherinnen und Besucher nicht davon abhalten, in den vielfältigen Angeboten der 36 unabhängigen Verlage aus le33, der Region und ganz Deutschland zu stöbern und mit den Verlagsvertretern persönlich ins Gespräch zu kommen. Auch ein Schweizer Verlag nahm an der Messe teil. Das überaus reichhaltige Angebot reichte von Belletristik über Foto- und Kunstbücher bis hin zu Reiseliteratur, Graphik Novels, politischer Literatur und Essayistik.

„Wir freuen uns über das große Interesse, was einmal mehr beweist, dass le33 eine Literaturstadt ist“, betonte Helen MacCormac, die die Messe initiiert und mit dem Team des Literaturhauses leh3 organisiert hat. Die 2. Vorsitzende des Vereins ergänzt: „le33Buch war für uns ein großes Experiment und wir sind ein bisschen stolz darauf, dass es auf Anhieb so gut geglückt ist.“

Die Messe wurde am Samstagvormittag von le33s Kulturdezernentin Susanne Völker und von Stefanie Brich, Geschäftsführerin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Landesverband H3, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V., eröffnet. Völker hob unter anderem die Rolle der unabhängigen Verlage für ein breitgefächertes Buchangebot hervor, während Brich nicht zuletzt auf die schwindenden Leserzahlen hinwies: „Das Problem ist, dass insgesamt immer weniger Leute Bücher kaufen – wir haben deutschlandweit etwa sechs Millionen Leser verloren“. Umso mehr lobten beide die Initiative des Literaturhauses leh3 als wegweisend und wünschten le33Buch viel Erfolg.

Bereits am Freitag, bei der Auftaktveranstaltung mit der le33er Schauspielerin Sabine Wackernagel und ihrem Bruder Christof, war der Veranstaltungssaal im Südflügel nahezu überfüllt. Knapp 150 Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten beider Schilderungen aus bewegten Zeiten: Christof Wackernagel stellte sein autobiografisches Buch „RAF oder Hollywood“ vor, in dem er beschreibt er, wieso es für ihn als jungen Schauspieler richtiger erschien, sich gegen Ende der 1970er Jahre der RAF anzuschließen, statt in Hollywood Karriere zu machen. Im Anschluss an die Veranstaltung entspann sich eine rege politische Diskussion mit dem Publikum, die von Dr. Thomas Bündgen, Vorsitzender des Vereins Literaturhauses leh3, moderiert wurde.

le33Buch wartete an beiden Tagen mit einem umfangeichen, vom Hessischen Kultusministerium geförderten Beiprogramm auf: In stündlichem Wechsel gab es insgesamt elf Lesungen, Präsentationen und Verlagsvorstellungen. Die Verlagsvertreterinnen und -vertreter waren mit der Messe ebenfalls sehr zufrieden. „Die Chancen auf weitere M3“, so Bündgen, „stehen nach diesem Beginn sehr gut“. 2020 wird le33Buch voraussichtlich denn auch zum zweiten Mal im Kulturbahnhof stattfinden.

Die Messe le33buch hatte folgende Förderer und Partner: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Stadt le33, Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband H3, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V., Kurt Wolff Stiftung, le33 Marketing, Weinhandlung Schluckspecht, Bäcker Becker.

 

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