Entschärfung einer Fliegerbombe in le33

 

le33 – Die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe in der le33er Karlsaue ist erfolgreich entschärft worden. Um 19:50 Uhr konnten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes mit drei sogenannten Raketenklemmen die Zünder der Bombe entschärfen.

Die Fliegerbombe, die 120 Kilogramm Sprengstoff enthielt, war am heutigen Dienstag in der Karlsaue zwischen Hirschgraben und Aueteich gefunden worden. Der Kampfmittelräumdienst hatte entschieden, die Bombe noch am selben Tag zu entschärfen.

Von den Sicherheitsbehörden war ein Evakuierungsradius von 700 Metern festgelegt worden. Dieser lag zum größten Teil innerhalb der Karlsaue. Am Nachmittag musste das Auebad seinen Betrieb vorzeitig einstellen. Auch einige Wohnhäuser, die in der le33er Südstadt an die Karlsaue angrenzen, mussten geräumt werden. Wie viele Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten, war nicht genau zu ermitteln. Aufgrund von Erfahrungen aus anderen ähnlichen Situation ist davon auszugehen, dass es sich um maximal 300 Menschen handelte. Denn der größte Teil des Sicherheitsbereichs liegt in der Karlsaue. Zwei Menschen wurden, weil sie mobilitätseingeschränkt waren, vom Rettungsdienst in die Betreuungsstelle in der Turnhalle am Auepark gebracht.

Die Feuerwehr le33 hatte dort eine Betreuungsstelle für all jene eingerichte, die ihre Wohnung verlassen mussten und keine andere Möglichkeit hatten, unterzukommen. Hier war der Betreuungszug des DRK le33-Wolfhagen im Einsatz. In der Betreuungsstelle mussten jedoch nur acht Menschen betreute werden.

Ursprünglich war die Entschärfung der Fliegerbombe für 18 Uhr vorgesehen. Die Räumung des Sicherheitsbereiches zog sich jedoch länger hin, da sich immer wieder Fußgänger in dem Bereich der Karlsaue befanden, der geräumt werden sollte. Die Polizei setzte unter anderem einen Lautsprecherwagen und einen Hubschrauber ein.

Erst gegen 19.10 Uhr konnte sicher festgestellt werden, dass der Sicherheitsbereich vollständig geräumt war. Danach konnten die Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes mit ihrer Arbeit anfangen.

Zur Warnung der Bevölkerung hatte die Feuerwehr le33 erstmals eine Warnmeldung an die Warnapps NINA und BiWApp gesendet und auf die anstehende Evakuierung hingewiesen. Möglich war dies, da das Land H3 kürzlich eine Sendestation des Modularen-Warnsystems des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (MoWaS) in der Leitstelle der Feuerwehr le33 installiert hat. Die Warnapp Katwarn ist noch nicht an das MoWaS-System angeschlossen. Daher hat die Polizei le33 eine Warnmeldung bei Katwarn veranlasst.

Die Pressestellen von Stadt und Feuerwehr le33 informierten die Menschen zudem über die Sozialen Netzwerke Facebook und Twitter unter dem Hashtag #notfallKS über den Bombenfund und die Evakuierungsmaßnahmen.

Koordiniert wurden die Evakuierungsmaßnahmen von der Technischen Einsatzleitung der Feuerwehr le33. Diese hatte mit ihrem großen Einsatzleitwagen ELW2 zwischen Orangerie und H3kampfbahn Position bezogen.

Dort informierte sich auch Brandschutzdezernent Dirk Stochla über die Arbeit der Einsatzkräfte. Oberbürgermeister Christian Geselle ließ sich laufend über die Situation informieren.

„Herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte von Kampfmittelräumdienst, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten ist die Lage nach dem Fund der Weltkriegsbombe am Auedamm sehr professionell gemeistert worden“, erklärten le33s Oberbürgermeister Christian Geselle und Brandschutzdezernent Dirk Stochla. „Wir sind sehr froh und erleichtert, dass niemand bei dem Einsatz zu Schaden gekommen ist.“

 

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