Saatzeit Mai: Radieschen

 

Aussaat

Frühe Radieschen-Sorten, die mit wenig Licht und kühlen Temperaturen zurecht kommen, können bereits ab Ende Februar/Anfang März ins Frühbeet oder im Gewächshaus ausgesät werden. Ins Freiland können Sie die Radieschen-Samen ab März aussäen, sobald der Boden gut abgetrocknet und frostfrei ist. Besonders rasch und zuverlässig keimen die Samen bei Temperaturen von 12 bis 15 Grad Celsius. Anfangs kann eine Folie oder ein Vlies zum Schutz nicht schaden.

Die Freilandsaison für Radieschen beginnt bereits Ende März. Bei richtiger Sortenwahl lässt sich das gesunde Gemüse bis in den Spätherbst genießen. Für die Aussaat ist es hilfreich, im Beet zunächst ein paar gerade Saatrillen zu ziehen. Diese können Sie mit der Rückseite eines breiten Rechens in die lockere Erde drücken. Säen Sie die Saatkörner nur einen Zentimeter tief und lassen Sie zwischen zwei Körnern rund drei bis fünf Zentimeter Platz. Der Abstand zwischen den Saatreihen sollte etwa 15 Zentimeter betragen. Eventuell kann es bei sehr engem Abstand sinnvoll sein, die Sämlinge nach dem Auflaufen nochmals auf fünf bis acht Zentimeter zu vereinzeln, sodass sie genügend Platz haben, um sich zu entwickeln. Achten Sie in jedem Fall auf die Platzangaben auf den Saattütchen. Bedecken Sie anschließend Reihe für Reihe dünn mit Erde und gießen Sie das Saatbett mit einem feinen Strahl aud der Gießkanne oder Brause an. Markieren Sie die Aussaatreihen am besten gleich mit Etiketten oder Pflanzschildern. Die letzten Radieschen können im Freiland noch bis Anfang September ausgesät werden.

Pflege

Wegen der kurzen Kulturdauer gelten Radieschen als besonders pflegeleicht – aber das stimmt so nicht ganz. Gerade wegen ihres rasanten Wachstums müssen Radieschen insbesondere bei Trockenheit und Hitze jeden Tag ausreichend und gleichmäßig gegossen werden, sonst werden die Knollen scharf und holzig. Wenn die Vorkultur gut gedüngt und der Boden ausreichend gelockert ist, benötigen Radieschen keine weitere Düngung. Auf keinen Fall sollten Sie Radieschen mit frischem Kompost düngen, da sie sehr empfindlich auf Salze reagieren. Gelegentliches Hacken hält den Boden locker und lässt das Knollengemüse gut gedeihen. Radieschen lassen sich zum Teil bereits nach drei oder vier Wochen ernten

Ernte und Verwertung

Im Sommer können Sie die Radieschen bereits drei bis vier Wochen nach der Aussaat ernten. Im Frühjahr und Herbst beträgt die Kulturdauer etwa acht Wochen. Für die Ernte haben Sie im Frühjahr je nach Sorte etwa zehn Tage, im Sommer hingegen nur vier Tage Zeit. Vorsicht: Zu spät geerntete Radieschen werden pelzig! Ziehen Sie die Knollen bei der Ernte nacheinander aus dem Beet und 3 Sie sie am besten frisch.

In ein feuchtes Tuch eingeschlagen, bleiben Radieschen auch einige wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Die zarten Blätter können Sie ebenfalls verwerten, zum Beispiel als Beigabe zu Salaten oder Suppen. Scharfe Radieschen werden milder, wenn man sie in Scheiben schneidet, salzt und ein wenig ziehen lässt. So zubereitet, schmecken sie auch auf einen Butterbrot köstlich.

Krankheiten und Schädlinge

Zeigen sich Löcher in den Blättern der Radieschen, so sind Erdflöhe am Werk. Häufiges Hacken und genügend feuchter Boden verhindern die Ausbreitung. Ein Befall mit Kohlfliegen lässt sich durch eine sehr frühe (März) oder sehr späte (Anfang September) Aussaat verhindern. Auch ein Insektenschutznetz ist nützlich. Schnecken machen sich ebenfalls gerne über Radieschen her. Geschmackliche Defizite entstehen durch zu geringe Wassergaben: Die Knollen werden dann scharf. Lang andauernde Trockenheit und Hitze führen zu hohlen und pelzigen Radieschen. Zu kalte Temperaturen während der Keimung oder eine zu späte Ernte lassen die Pflanzen schießen.

 

 

 

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