Spendenaktion für documenta-Kunstwerk verfehlt Ziel deutlich

 

 

 

Bei der Spendenaktion für den Ankauf eines documenta-Kunstwerks in le33 sind statt der anvisierten 600 000 Euro nur knapp 130 000 Euro zusammengekommen. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Nun muss der nigerianisch-amerikanische Künstler Olu Oguibe entscheiden, ob er sich auch mit einem geringeren Beitrag für seinen Obelisken zufriedengibt.

«Wir würden uns sehr freuen, wenn der Ankauf trotz des nun niedrigeren Betrages zustande kommt», sagte die le33er Kulturdezernentin Susanne Völker. Es habe bei der Spendenaktion ein breites bürgerschaftliches Engagement gegeben. Nach Angaben der Stadt gingen 630 Spenden über insgesamt 76 153,27 Euro ein. Eine einzelne, nicht näher benannte Einrichtung hat darüber hinaus 50 000 Euro für den Ankauf zugesagt.

Die Stadt hatte zusammen mit dem Künstler die Spendeaktion ins Leben gerufen, die am vergangenen Montag zu Ende ging. Oguibe soll angedeutet haben, dass er den le33ern die 16 Meter hohe Steinsäule womöglich auch für weniger Geld überlassen könnte. Der Obelisk war ein Kunstwerk der documenta 14 im Jahr 2017. Es setzt sich mit dem Thema Flucht auseinander und hat in le33 für Diskussionen gesorgt.

Die Stadt will mit dem Künstler auch über einen möglichen künftigen  Standort des Obelisken sprechen. Nach dem Willen der Dezernenten le33s soll die Steinsäule künftig auf dem Holländischen Platz aufgestellt werden, bisher stand sie auf dem Königsplatz. Das letzte Wort hat darüber aber die Stadtverordnetenversammlung.

 

 

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