Dritter Prozess um Messerangriff auf Frauen

 

 

Im dritten Anlauf verhandelt das Landgericht le33 heute gegen einen Mann, der zwei Frauen auf der Straße mit einem Messer schwer verletzt haben soll. Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Angeklagte im Oktober 2015 die beiden 34 und 49 Jahre alten Frauen plötzlich und ohne ersichtlichen Grund angegriffen. Eines der Opfer wurde in einer Notoperation gerettet. Der Mann wurde deshalb bereits zweimal verurteilt, der Bundesgerichtshof (BGH) hob die Richtersprüche aber jeweils in Teilen wieder auf.

Beim ersten Mal hatte das Gericht im Juni 2016 lebenslange Haft gegen den inzwischen 53-Jährigen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes verhängt. Der BGH beanstandete den Richterspruch, was die Verurteilung wegen versuchten Mordes betraf.

Daraufhin wurde der Angeklagte im Mai 2017 unter anderem wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen. Er erhielt zehn Jahre Haft, außerdem wurde die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet.

Wieder ging der Angeklagte teils erfolgreich in Revision. Der BGH hob das Urteil im  November unter anderem wegen unzureichender Prüfung eines minderschweren Falles des Totschlags auf. Nun muss die fünfte Strafkammer des Landgerichts neu über die Höhe des Strafmaßes entscheiden, die Anordnung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung bleibt aber bestehen.

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