Massentötungen von Hunden zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland: PETA fordert FIFA-Präsident Infantino und die Bürgermeister der Austragungsorte auf, Tötungen sofort zu stoppen

 

 

getöteter Hund

Stuttgart, 23. April 2018 – Hundetötung für Sportevents stoppen: An den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft, die am 14. Juni in Russland beginnt, werden massenhaft freilaufende Hunde vergiftet oder auf andere Art qualvoll getötet, um sich glanzvoll vor der Welt zu präsentieren. Hierfür beauftragen die Städte russischen Tierschützern zufolge Tötungskommandos. Nun appelliert die Tierrechtsorganisation PETA in einem Schreiben an FIFA-Präsident Gianni Infantino und an die Bürgermeister der Austragungsorte, die Hundetötungen umgehend zu stoppen.

 

„Für Sportevents werden immer wieder Tiere durch Todesschwadronen auf grausame Weise umgebracht, damit die Austragungsorte in einem guten Licht dastehen“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Es ist nicht zu verantworten, dass zur ‚Vorbereitung‘ auf die WM Tausende Hunde qualvoll getötet werden. Die FIFA darf die Augen nicht länger davor verschließen, sondern muss endlich handeln.“

 

In Russland leben circa zwei Millionen Hunde auf den Straßen. Für die bevorstehende WM lassen die Städte Tausende Hunde töten, die teilweise mehrere Stunden unter furchtbaren Qualen um ihr Leben kämpfen –  zufolge auch in Städten, in denen keine Spiele ausgetragen werden. Dies ist nicht das erste Mal, dass zur Vorbereitung von Sportevents derartige Tötungsaktionen stattfinden. Bereits zur Fußball-EM 2012 in der  sorgte die „Straßensäuberung“ für Empörung. Allein in der Region Donezk wurden damals jeden Monat schätzungsweise 7.000 heimatlose Hunde getötet.

 

Viele Tierfreunde vor Ort setzen sich derzeit für ein Ende der Hundetötungen in Russland ein. „Die FIFA muss nun ihren Einfluss als Veranstalter der Fußball-WM nutzen, um Druck auf Russland und die Bürgermeister auszuüben“, so Jana Hoger. Für die Tötungsaktionen aufgewendete finanzielle Mittel sollten nach Ansicht der Tierrechtsorganisation in nachhaltige Kastrationsprogramme – sogenannte Neuter-and-Release-Programme – investiert werden. Hunde würden im Zuge dieser Maßnahme behutsam eingefangen, kastriert, gekennzeichnet, tierärztlich versorgt und anschließend wieder in ihre vertraute Umgebung gebracht. Eine großflächige Kastration sei die einzige Möglichkeit, um die Hundepopulation auf Russlands Straßen langfristig einzudämmen. Tierfreunde, die PETAs Protest gegen die Hundetötungen unterstützen möchten, können sich ab sofort auf  an der Petition beteiligen.

 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie 3, sie anziehen, sie uns unterhalten, wir an ihnen experimentieren oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

 

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