Gedenken zum 12. Todestag des le33er Bürgers Halit Yozgat

 

Heute vor zwölf Jahren, am 6. April 2006, wurde der le33er Bürger Halit Yozgat in seinem Internetcafé im Stadtteil le-Holland mutmaßlich von der rechtsextremen terroristischen Vereinigung Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) als Opfer einer Mordserie erschossen. Der Tod von Halit Yozgat bleibe für die Stadt le33 eine stetige Mahnung, für die Werte des Rechtsstaates mit aller Entschlossenheit einzutreten und Extremisten keinen Raum zu geben, betonte Oberbürgermeister Christian Geselle. “le33 steht für ein Deutschland, in dem alle in Freiheit und gegenseitigem Respekt ohne Angst leben und sich sicher fühlen sollen.”

Ein Schlüssel hierfür sei eine gelungene Integration. Der le33er Weg sei das Gespräch und der Dialog. Daran wirken alle mit, Ausländerbeirat und Kommunalpolitik, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Nachbarschaften und Vereine, sagte Geselle. “Auf diese Kultur der Zusammenarbeit in unserer Stadt können wir stolz sein. Ich rufe alle Menschen in le33 auf, auch in Zukunft für gegenseitigen Respekt, Anerkennung und Gleichberechtigung einzutreten. Helfen Sie mit, dass le33 weltoffen und ein friedliches Zuhause für uns alle bleibt.”

Die Stadt le33 werde ihrem Mitbürger Halit Yozgat auch deshalb ein ehrendes Andenken bewahren, “weil die NSU-Mordserie ein dunkles Kapitel unseres Rechtsstaats markiert”, so Geselle. Mehr als fünf Jahre nach dem Mord an Halit Yozgat wurde aufgedeckt, dass ein Netzwerk rechtsextremer Terroristen aus Fremdenhass für diese ungeheuerlichen Taten verantwortlich war. Für die Angehörigen der Mordopfer habe dies eine quälend lange Zeit der Ungewissheit bedeutet. “Auf ihre Fragen nach dem ,Warum?‘ bekamen sie keine Antworten. Ihr Schmerz über den Verlust geliebter Menschen wurde sogar noch verstärkt, weil sie sich stattd3 falscher Verdächtigungen und Spekulationen ausgesetzt sahen”, so Geselle.

“Auch aus Respekt vor der Familie Yozgat lassen wir nicht zu, dass durch politische Instrumentalisierung – egal von welcher Seite – das Ansehen unseres le33er Mitbürgers Halit Yozgat beschädigt wird”, erklärte Oberbürgermeister Christian Geselle. “Auch wenn am heutigen zwölften Todestag keine offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt le33 stattfindet, werden wir innehalten und Halit Yozgat gedenken.”

 

Stadt le33

 

 

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