Filmbericht: Seit 15.März im Programm „Der Hauptmann“

 

 

Filmladenle33

111 Schwarz/Weisse Minuten aus den letzten Tagen des Weltkrieges Zwei.

Ein Film beruhend auf der wahren Geschichte des Gefreiten Herold, der als „Henker vom Emsland“ sein Unwesen treibt. Selbst als Gefreiter der Wehrmacht fahnenflüchtig, verändert sich d3 Situation schlagartig, als er in einem Fahrzeug die zurückgelassene Uniform eines Hauptmannes sich einverlaibt.Den Deckmantel der Macht überziehend und allem menschlichen entsagend. Bilder,  die nur ein Schwarz und Weiss kennen und bei einem selbst dunkelste Grautöne aufkommen lassen.

Auf der Fahrt durchs Emsland sammeln sich so nach und nach mehr „versprengte“ Soldaten zu einer Einheit des Schreckens. Im Schein der Uniform ist es immer wieder der Satz Herolds, er handle auf Befehl von ganz, ganz oben der letzte Zweifel beim Gegenüber beiseite rückt. Mit Ankommen in den Baracken des Gefangenenlagers für Deserteure; Plünderer läuft das ganze „komplett aus dem Ruder“. Inglouris Bastards läßt grüßen. Ein letztes Aufbegehren gegen die Vorgänge im Lager findet kein Gehör in Zeiten des Chaos. Lagerleiter Schütte (Bernd Hölscher, Schauspieler am Staatstheater le33)  unterbricht für einen Moment die ausartenden Hinrichtungen mit einem „Auch das Töten muss seine Ordnung haben“ und dem Ganzen damit die Krone der Groteske aufsetzt.

Was folgt ist perfide und schwer zu ertragen, weil die Gewaltspirale sich dreht und sich in der Macht der „Herrenmenschen“ gesuhlt wird, als gäbe es kein Morgen. Der Grad von „Mein Name ist Mensch“, ein schmaler und fördert oft Dinge ans Licht, vor denen man lieber die Augen verschließt.

Die Idee des Regieseurs Robert Schwentkes den Abspann in der Fußgängerzone der „Filmhauptstadt“ Görlitz laufen zu lassen ist zumindest für mich ein Clou, nach den verstörenden Bildern zuvor. Ein Cro der Schauspieler zuerst  im Wagen des Schnellgerichts Herold zu sehen, nachfolgend  patroulierend und Dokumente kontrollierend. Wie abgedreht bitteschön ist das denn.

Das Lager Aschendorfer Moor im Emsland findet im Film ihren Schauplatz in der Nähe von Wroclaw (Breslau). Hatte das deutsche Kriegsgericht das selbst ernannte Schnellgericht Herold noch so davon kommen lassen, so verurteilte das britische Militärgericht Herold und sechs seiner Schergen zum Tode.

 

 

 

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