Landei2020 – nichts für uns ohne uns

 

 

Jugendkonferenz als Startschuss für den Masterplan Jugend

 

Was bedeutet es als Jugendlicher im ländlichen Raum aufzuwachsen? Bietet das Leben als „Landei“ nur Nachteile oder bedeutet es nicht auch viele Freiheiten zu haben, die in der Großstadt so nicht möglich sind?

 

Unter dem Slogan „Landei2020 – nichts für uns ohne uns“ startete am 02.03.2018 mit der Jugendkonferenz der Masterplan Jugend im Werra-Meißner-Kreis. Ziel des Masterplans ist es, gemeinsam mit Jugendlichen und Politik einen „Fahrplan“ zu erarbeiten, wie das Aufwachsen für Jugendliche hier im Kreis besser gestaltet werden kann. Landrat Reuß begrüßte die Anwesenden zum Auftakt und freute sich auf einen spannenden gemeinsamen Prozess. „Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv mit Kindern und Familien beschäftigt, Jugend gerät dabei zunehmend aus dem Blick. Das wollen wir ganz bewusst ändern“, sagt Kai Siebert, Fachdienstleiter Jugendförderung Werra-Meißner-Kreis. Gemeinsam mit dem Verein für Regionalentwicklung und unter Beteiligung vieler weiterer Akteure aus der Jugendarbeit koordiniert die Jugendförderung den Masterplan Jugend.

 

Die über 100 Teilnehmer an der Jugendkonferenz im Alter von 14-27 Jahren konnten zu Themen wie Mobilität, Digitalisierung, Beteiligung oder Treffpunkten von Jugendlichen diskutieren und ihre Meinung äußern. Obwohl die Konferenz erst der Auftakt für einen umfangreichen Prozess war, konnten die Teilnehmer bereits ihre Fragen, Ideen und auch Forderungen einbringen, um den Kreis jugendgerechter zu machen. Geplant ist, den Masterplan im Laufe des Jahres 2018 zu erarbeiten, 2019 zu diskutieren, im Kreistag zu beschließen, Schlüsse daraus zu ziehen und spätestens ab 2020 sollen konkrete Schritte erfolgen.

 

Beim Thema Mobilität wurde beispielsweise diskutiert, dass es sinnvoll wäre, den vollwertigen Führerschein bereits mit 17 Jahren machen zu können. Und warum haben die Linienbusse nicht auch W-LAN? Kulturangebote sollten mehr die Inter3 Jugendlicher berücksichtigen. Warum gibt es nicht mehr Räume und Möglichkeiten für Kreativangebote? Überhaupt wäre es gut, eine Jugend-App zu haben, die über Veranstaltungen informiert und über die Vernetzung stattfindet. Größere Städte oder Gemeinden sollten einen zentralen Jugendraum haben, zu dem idealerweise ein auch Shuttle-Bus von den kleinen Orten fährt. Grundsätzlich war den Beteiligten wichtig, dass sie und ihre Meinung ernst genommen werden.

 

Neben der Diskussion um Inhalte gab es bei der Jugendkonferenz auch konkrete Unterstützung. Es nahmen u.a. 15 Gruppen teil, die ihre eigenen Ideen für Jugendliche umsetzen wollen. Unterstützt werden sie dabei mit 50,- € Startguthaben für jedes Mitglied, das an der Konferenz teilgenommen hat. Dieses Guthaben war sicher auch ein Anreiz, an der Konferenz teilzunehmen, gleichzeitig sind die Organisatoren davon überzeugt, damit konkrete Projekte von und für der Jugendlichen zu fördern. 

 

Die nächsten Schritte: Im Mai wird es einen weiteren Tag mit Workshops für Jugendliche geben, um die Themen und Ideen weiter auszuarbeiten. Etwa 50 Teilnehmer an der Konferenz haben bereits ihr Interesse an der Weiterarbeit erklärt. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam mit Politikern bei der Auftaktveranstaltung am 20.06.2018 diskutiert. Danach werden sich Arbeitsgruppen aus Jugend und Erwachsenen zu Schwerpunktthemen bilden. Parallel finden Interviews, Datenanalysen, eine Online-Befragung und weitere Veranstaltungen zu Themen wie Kinderrechte oder ein Treffen der Jugendforen statt. Aus all diesen Mosaiksteinen wird dann der Masterplan Jugend entstehen. „Wichtig war uns bei einem Masterplan Jugend erst mit den jungen Menschen zu sprechen, dann konsequent deren Meinung zu berücksichtigen und mit ihnen den weiteren Prozess bis zur Endredaktion des Planes zu gestalten“, betont Kai Siebert.

 

Und damit Ideen des Masterplans konkret ausprobiert werden können, stehen ab dem Sommer für daraus entstehende Projekte den Jugendlichen erhebliche Sondermittel zur Verfügung.

Kontakt und weitere Informationen zum Masterplan gibt es bei der Jugendförderung Werra-Meißner-Kreis unter Tel. 05651 302-1451, [email protected] oder unter . Hier können sich auch Interessierte melden, die gerne noch an dem Prozess mitarbeiten wollen.

 

 

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