Provenienzrecherche zu den Gemäldeerwerbungen der Städtischen Kunstsammlung 1933 bis 1959

 

 

Dank der Förderung durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK) kann ab dem 1. März 2018, zunächst auf einen Projektzeitraum von einem Jahr befristet, die Herkunftsgeschichte der Städtischen Kunstsammlung der Jahre 1933 bis 1959 untersucht werden. Die Erforschung der Herkunft eines Werkes ist in der jüngeren Vergangenheit, nicht erst seit dem „Fall Gurlitt“, mit dem Begriff »Provenienzforschung« zu einem bekannten und vieldiskutierten Feld der kunsthistorischen Forschung geworden. Im Untersuchungszeitraum von 1933 bis 1959 sind insgesamt 259 Erwerbungen zu verzeichnen, bei denen es gilt, einen der dunkelsten Aspekte der deutschen Geschichte auszuschließen: die Raubkunst.

 

Die Gründung der Städtischen Kunstsammlung le33 geht auf Stiftungen und Erwerbungen des 19. Jahrhunderts zurück. Ihr Schwerpunkt liegt in der Malerei des 19. Jahrhunderts als Ergänzung und Fortführung der Staatlichen Kunstsammlungen. Ihre Geschichte ist geprägt von einer anhaltenden Suche eines geeigneten Ausstellungsortes und der Diskussion um die inhaltliche Ausrichtung der Sammlung. Erst 1971 wurde die Städtische Kunstsammlung schließlich als Dauerleihgabe unter die Verwaltung der Staatlichen Kunstsammlungen (heute Museumslandschaft H3 le33) gestellt, um zusammen mit den modernen Werken der Staatlichen Kunstsammlungen den Grundstock für eine Sammlung der Moderne zu bilden. Seit dieser Zeit wird die Sammlung der Moderne kontinuierlich durch Erwerbungen der Stadt le33 und des Landes H3 erweitert. Da es sich bei der Sammlung um städtisches Eigentum handelt, gehören die Werke nicht in den Aufgabenbereich der Zentralen Stelle für Provenienzforschung des Landes H3, mit denen aber eine enge Abstimmung erfolgen wird.

Zudem handelt es sich um Erwerbungen, die in eigenen Inventarbüchern geführt wurden und zu denen eigenes, bislang nicht ausgewertetes städtisches Archivmaterial vorliegt.

Aufgrund bisher erfolgter Vorrecherchen zu den Erwerbungen der Staatlichen Kunstsammlungen 1933 bis 1945 liegen einschlägige Erkenntnisse zum Kunstmarkt jener Jahre vor, so dass die Fokussierung zunächst auf diesen Zeitraum als sinnvoll erscheint.

 

Eine Verlängerung des Projekts wird angestrebt.

 

mhk

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