Kölner Stadt-Anzeiger: NRW baut Datenbank für ungeklärte Mordfälle auf

 

 

Köln (ots) – Das Landeskriminalamt (LKA) in lerhein-Westfalen baut eine Datenbank zur Klärung ungelöster Mordfälle auf.

Das bestätigte der Chefprofiler der Behörde, Andreas Müller, dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montags-Ausgabe).

„Wir sind dabei, eine Cold-Case-Datenbank einzurichten“, erklärte Müller.

„Wir wollen erstmals alle Fälle, die in der Vergangenheit nicht aufgeklärt wurden, zusammenstellen und systematisch abarbeiten. Geplant ist, dass wir bis in die 70er Jahre zurückgehen. Wir gehen davon aus, dass zunächst 900 Fälle in die Datenbank aufgenommen werden“, fügte der Ermittler hinzu.

Das LKA will dabei gezielt zunächst die Alt-Fälle untersuchen, bei denen DNA-Material gefunden wurde.

„Wir nutzen unser Instrument der Operativen Fallanalyse, um das Spurenensemble dahingehend zu deuten, zu welchem Zeitpunkt der Tat die Spuren entstanden sind, welche vom Täter stammen dürften und welche Rückschlüsse zum Tathergang und zur Motivlage zu ziehen sind“, sagte der LKA-Beamte.

NRW-Innenminister Herbert Reul betonte, Mord verjähre nicht. „Wir sind es nicht nur den Opfern schuldig, solche Verbrechen zu sühnen“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

„Deshalb ist die Cold-Case-Datenbank ein wichtiges Signal: Diese Akten werden nicht einfach geschlossen.

Irgendwann fassen wir die Täter“, sagte Reul.

 

Kölner Stadt-Anzeiger

 

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