Reisetipp: Wandern im Winterwunderland Erzgebirge

 

Urlaub im Erzgebirge hat Tradition. Schon Dichterfürst Goethe machte in der Mittelgebirgsregion im 18. Jahrhundert Ferien. Mit einem ganz eigenen Zauber präsentiert sich der Naturpark jedoch im Winter. Besonders Wanderer kommen dann auf extra ausgewiesenen Routen auf ihre Kosten.

5000 km Wanderwege für jeden Anspruch

Blauer Himmel, Sonnenschein und eine klare Luft – die Schneelandschaften des Erzgebirges haben eine magische Wirkung auf Besucher. Wer den Winter liebt, findet sein ganz persönliches Paradies vor. Für Sportler gibt es Langlaufloipen, Romantiker buchen eine Pferdeschlittenfahrt und vor allem die Liebhaber von Winterwanderungen können ihre Leidenschaft ausgiebig pflegen. Die Forstverwaltungen der einzelnen Ferienorte sorgen auch in der kalten Jahreszeit dafür, dass viele Wanderwege geräumt werden und Wanderfreunde auf einem Spaziergang ebenso auf ihre Kosten kommen wie bei einer ausgedehnten Tour. Generell ist es möglich, von der gebuchten Unterkunft aus sofort zu einer kleinen Tour loszuziehen. Denn in jeden Ort kreuzen sich mehrere Routen des insgesamt 5000 km langen Netzes an Wanderwegen im Erzgebirge. Meist wissen die Vermieter oder Hoteliers die schönsten Strecken im Umkreis und geben zudem Tipps, wo entsprechend Hütten und andere Einkehrmöglichkeiten geöffnet sind. Viele Wege sind zwischen zwei und drei Kilometer lang und in ein bis zwei Stunden gut zu bewältigen. Winterwandern im Naturpark Erzgebirge/Vogtland zwischen Bad Elster und Holzhau an der Grenze zwischen Sachsen und Böhmen ist etwas für alle, die es lieben, alleine im Einklang mit der Natur unterwegs zu sein. Denn im Winter finden Wanderer hier ein unberührtes Märchenland vor, in dem sie stundenlang keiner Menschenseele begegnen.

Geheimtipp für Abenteuerlustige: Schneeschuhwandern

Geübte Wanderer finden auf Tagestouren ihre persönliche Herausforderung. Von Oberwiesenthal am Fichtelberg führen sieben Kilometer Winterwanderweg zur Siebensäure. Bei der urigen Gaststätte handelt es sich um eine ehemalige Ausspanne, der eine charmante Patina ihren speziellen Reiz verleiht. Auf der Speisekarte steht alles, was das Herz nach einer Wanderung durch die Kälte begehrt. Es gibt deftige Hausmannskost wie Würzfleisch, Schweinebraten, Rotkraut und Knödel sowie sächsisches Bier. Wer nicht zurücklaufen mag, kann den Pferdeschlitten nehmen oder vom Bahnhof Neudorf aus mit der Bimmelbahn zurück nach Oberwiesenthal fahren. Neben den Pferdeschlittenfahrten bietet das Erzgebirge für Winterwanderer jedoch ein ganz besonderes Glanzlicht. Denn mit Schneeschuhen lässt sich die Natur gleich noch einmal so intensiv erleben. Abenteurer kommen hier voll auf ihre Kosten, denn vom Wanderweg oder der Loipe abkommen ist ausdrücklich erwünscht. Den Weg suchen sich die Wanderer ganz alleine durch den tief verschneiten Wald und die Hochebenen. Wer mit den Schneeschuhen im Erzgebirge auf eine Tagestour geht, ist mit Kompass und Karte unterwegs und kann sich fühlen wie einst die großen Entdecker. Schneeschuhe können in den meisten Ferienorten gemietet werden, wer sich erst einmal an das Abenteuer herantasten will, hat die Möglichkeit, diese kennenzulernen.

Seiffen: Die Wiege der erzgebirgischen Volkskunst

Zwischen all den Naturerlebnissen kann reichlich Kultur getankt werden. Die ganze Welt kennt die Nussknacker, Pyramiden und . Die Anfänge dieses traditionellen Kunsthandwerks reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Als immer mehr Erzgruben schlossen, mussten die Einwohner der Region eine neue Einnahmequelle erschließen. Holz war reichlich da und so wurde mit kunstvollen Schnitzereien aus der Not eine Tugend gemacht. Unterwegs auf den Wandertouren besteht ebenfalls immer wieder die Möglichkeit, einen Abstecher in eine der zahlreichen Schauwerkstätten zu machen und den „Männelmachern“, wie die Holzschnitzer genannt werden, über die Schulter zu schauen. Im steht sozusagen die Wiege dieser Volkskunst. Ohne einen Besuch im dortigen Spielzeugmuseum ist die Reise ins Erzgebirge ohnehin nicht komplett. Besucher erfahren im Detail die Geschichte der Holzschnitzerei und wie sie ihren beispiellosen Siegeszug rund um den Globus angetreten hat. Die Anfänge des Museums datieren bis ins Jahr 1936 zurück, heute ist die Ausstellung ein Besuchermagnet, der vor allem Familien anzieht. Neben speziellen Aktionstagen begeistert die kleinen Besucher vor allem das interaktive Programm und die zahlreichen Mitmachangebote im Museum. Bei gutem Winterwetter lohnt ein Abstecher ins Freilichtmuseum, das seinen Schwerpunkt auf den Berufen in der Holzverarbeitung hat und Einblicke in Leben und Arbeit der Handwerker in vergangenen Jahrhunderten gibt. In Seiffen werden regelmäßig Schlittenhunderennen durchgeführt. Wer lieber entspannt, findet in dem Kurort zahlreiche Wellnessangebote.

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