Helau und Alaaf – Mit Winzer-Seccos ins närrische Treiben

 

 

Ob Fastnacht, Karneval oder Fasching, Gott Jokus schwingt jetzt sein närrisches Zepter. Landauf, landab sind die Narren los. Bis Aschermittwoch hat der “Ernst des Lebens” erst mal Pause. Leicht, prickelnd und unbeschwert soll an diesen Tagen die Stimmung sein, wie ein Riesling-Secco beispielsweise.

Ein Secco schmeckt frisch und süffig nach Freizeit und der “Leichtigkeit des Seins” und er gehört erfreulicherweise bei vielen deutschen Winzern mittlerweile zum Standardrepertoire. Mit relativ wenig Alkohol empfiehlt sich der Secco, wenn die Nächte lang und fröhlich sind und die Narren munter bleiben wollen ( finden Sie auch in “Weininstitut” App).

Hinter Secco verbirgt sich ein deutscher Wein, der schäumt und doch kein Sekt ist. Die weinrechtlich korrekte Bezeichnung für Secco heißt “Perlwein”. Die Winzer geben jedoch gerne ihren Perlweinen Fantasienamen, um den heiteren Charakter dieses Prosecco-Verwandten zu unterstreichen.

Eiskalt serviert haben Seccolino oder Leichtsinn, Mosecco von der Mosel, Dursecco aus dem Durbachtal, oder wie sie auch alle heißen mögen, ihren besonderen Reiz und treffen genau den Geschmack der feierfreudigen Fastnachter.

Die Preise für Winzerperlwein bewegen sich zwischen etwa 4,- EUR und 9,- EUR. Bevorzugte Rebsorten sind Riesling und Weißburgunder, aber auch bukettreiche Rebsorten wie Bacchus, Gewürztraminer und Muskateller finden sich in einigen Cuvées und geben ihnen ihre besondere Note.

Perlwein ist nach dem deutschen Weingesetz als Wein definiert, der gegenüber Stillweinen einen erhöhten Überschuss an Kohlensäure besitzt.. Während bei der Vergärung des Traubenmostes zu Wein die Kohlensäure weitgehend entweicht, wird diese für die Bereitung hochwertiger Seccos aufgefangen und dem Wein nach der Gärung wieder zugeführt. 

Geschmacksangaben für Perlweine:Einfachem Perlwein kann auch technisches CO2 zugesetzt werden, dann ist er als “Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure” zu deklarieren. Seccos weisen nur 1 bis 2,5 bar Druck auf, während Sekt mindestens 3 und bis zu 6 bar Kohlensäuredruck enthält. Beim Sekt stammt die Kohlensäure übrigens aus einer zweiten Gärung. Die Verschlüsse der Seccos dürfen nicht wie beim Schaumwein durch einen Drahtkorb (Agraffe) fixiert werden, sondern sind zumeist mit Drehverschluss oder einem Korken mit einer darüber befindlichen Schrumpffolie verschlossen. Für Perlweine muss der Winzer auch keine Sektsteuer abführen, die bei ca. 1 Euro pro Flasche liegt. Sie können deshalb auch etwas günstiger angeboten werden.

Geschmacksangaben für Perlweine 

  • Trocken: bis 35 g/l Restzuckergehalt
  • Halbtrocken: 33 – 50 g/l Restzuckergehalt
  • Mild: >50 g/l Restzucker

Deutsches Weininstitut GmbH

 

 

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