“Gewinnversprechen” am Telefon

 

 

Betrüger verlangten Vorauszahlung von zwei Senioren

 

le33 (ots) – Zwei Senioren erhielten am gestrigen Mittwoch und am heutigen Donnerstag einen Anruf von Betrügern, die ihnen einen vermeintlichen Gewinn vorgaukelten. Um diesen zu erhalten, müsse der Angerufene jedoch eine Vorauszahlung leisten. Beide Rentner durchschauten den Betrugsversuch und handelten genau richtig: Sie beendeten das Telefonat. Die le33er Polizei warnt nun vor dieser Betrugsmasche des sogenannten Gewinnversprechens.

Bei dem Anruf in le33-Harleshausen am Mittwochnachmittag gaben die Täter vor, der angerufene Senior habe bei einem Gewinnspiel mitgemacht und tatsächlich gewonnen. Im Telefon erschien eine Nummer mit der Berliner Telefonvorwahl “030”. Damit der größere Gewinnbetrag ausgezahlt werden können, müsse er zuvor jedoch 900 Euro per Western Union überweisen. Bei dem zweiten Anruf in Söhrewald im Landkreis le33 am heutigen Morgen winkten dem angerufenen Rentner laut der Betrüger ein verlockender Lottogewinn von über 40.000 Euro. Dieser werde ihm sogar in Kürze überbracht. Auch hier sollte der Angerufene jedoch vorab 900 Euro überweisen, um den Gewinn erhalten zu können. Da der Senior kein Lotto spielt, durchschaute er die Betrüger allerdings sofort.

Die weiteren Ermittlungen zu beiden Fällen werden nun beim für Betrugsdelikte zuständigen Kommissariat 23/24 der le33er Kripo geführt.

Tipps der Polizei zum “Gewinnversprechen”:

   - Machen Sie sich bewusst: Wenn Sie nicht an einer Lotterie 
     teilgenommen haben, können Sie auch nichts gewonnen haben!
   - Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn 
     einzufordern, zahlen Sie keine Gebühren oder wählen 
     gebührenpflichtige Sondernummern (gebührenpflichtige 
     Sondernummern beginnen z.B. mit der Vorwahl: 0900..., 0180..., 
     0137...).
   - Machen Sie keinerlei Zusagen am Telefon.
   - Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine 
     Telefonnummern und Adr3, Kontodaten, Bankleitzahlen, 
     Kreditkartennummern oder Ähnliches.
   - Fragen Sie den Anrufer nach Namen, Adresse und Telefonnummer der
     Verantwortlichen, um welche Art von Gewinnspiel es sich handelt 
     und was genau Sie gewonnen haben. Notieren sie sich seine 
     Antworten.
   - Weisen Sie unberechtigte Geldforderungen zurück.

 

   - Sichern Sie sich ab, indem Sie einen angeblichen 
     Vertragsabschluss widerrufen und wegen arglistiger Täuschung 
     anfechten. Verbraucherzentralen bieten dazu Musterschreiben an. 
     Diese gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen 
     sowie im Internet ().
   - Kontrollieren Sie mindestens einmal im Monat Ihre Kontoauszüge 
     und Ihre Telefonrechnung.
   - Lassen Sie unberechtigte Abbuchungen von Ihrer Bank oder 
     Sparkasse rückgängig machen. Abbuchungen können Sie innerhalb 
     einer bestimmten Frist problemlos widersprechen. Wenden Sie sich
     zudem unverzüglich an Ihren Bankberater.
   - Teilen Sie Ihrem Telefonanbieter schnellstmöglich mit, welche 
     Forderung unberechtigt ist. Dieser hat dann eventuell noch die 
     Möglichkeit, nur den berechtigten Teil des Rechnungsbetrags 
     einzuziehen. Ist bereits eine Abbuchung über den gesamten Betrag
     erfolgt, sollten Sie dieser bei Ihrem Geldinstitut widersprechen
     und dann nur den berechtigten Teil der Telefonrechnung 
     begleichen.
   - Unberechtigte Lastschrifteinzüge können den Tatbestand des 
     Betrugs gemäß § 263 Strafgesetzbuch erfüllen. Erstatten Sie im 
     Zweifel Anzeige bei der Polizei.

Polizeipräsidium leh3

 

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