Richard Freitag vor Andreas Wellinger Deutscher Doppelsieg in Titisee-Neustadt Stephan Leyhe vom SCW auf Rang 16

 

 

Das Warten hat sich gelohnt. Nachdem schwere Schneefälle im Schwarzwald niedergegangen waren und dann zu viel Wind aufkam, wurde der Einzel-Weltcup mehrfach verschoben und dann schließlich mit eineinhalbstündiger Verspätung in einem Wertungsdurchgang entschieden. Richard Freitag und Andreas Wellinger sorgten wie schon zuletzt erneut für einen deutschen Doppelsieg auf der Hochfirstschanze. Das Duo ist in absoluter Top-Form und versetzte die vielen Fans mit dieser herausragenden Leistung in Entzückung. Wellinger sprang zunächst als vorletzter Springer auf 139,5 m und übernahm mit 126 Punkten die Führung. Dann legte der Sachse Freitag mit dem weitesten Satz des Tages auf 145 m noch eine Schippe drauf und sicherte sich mit 128,4 Punkten den Sieg. Dritter wurde der Norweger Daniel Andre Tande. Er zeigte 135,5 m und bekam 122,5 Punkte. Mit dem jungen Constantin Schmid nutzte ein junger DSV-Starter seine Chance. Mit der Startnummer eins und guten Aufwindbedingungen segelte er auf 133 m und lag mit 113,0 Punkten ganz lange vorn. Am Ende wurde Schmid sehr guter Achter und feierte sein bestes Karriereresultat. Karl Geiger (119,5m/106,0 Punkte) als 14., Stephan Leyhe (121,5/103,6) als 16., Markus Eisenbichler (126,5/99,0) als 20. und Pius Paschke (115/92,9) als 24. landeten allesamt in den Weltcup-Zählern.
 
Stephan Leyhe vom Ski-Club Willingen hatte bei seinem Versuch Pech. Bei Rückenwind stand der 25-jährige Schwalefelder am Ablauf, kam aber dennoch mit seinem stabilen Sprungstil auf beachtliche 121,5 m. „Schade, der Sprung war soweit okay. Ich glaube, es wäre  heute mehr möglich gewesen, aber es sollte leider nicht sein“, sagte Leyhe nach dem ersten Heim-Weltcup der Saison. „Zwei von uns sind gut durchgekommen, das ist am wichtigsten.“ An der Schanze wurde er von einer großen Ski-Club-Delegation mit den Präsidenten Jürgen Hensel, Wilhelm Saure und Thomas Behle an der Spitze unterstützt.
 
 
Die „Free Willis“ aus Willingen hatten kräftig mit angepackt, als es darum ging, die Skifreunde aus Titisee-Neustadt bei der Schanzenpräparation zu unterstützen und den Neuschnee aus der Anlage zu schüppen.
 
Dafür gab es von Matthias Bielek und Sven Hannawald ein Extralob am EUROSPORT-Mikrophon.
Die beiden Skisprung-Experten durften sich zusätzlich über Willinger Christinenstollen vom Ski-Club-Vereinslokal Cafe Müller als Präsent von Weltcup OK-Chef Hensel freuen.
 
Das Duo prophezeite nach diesem neuerlichen Doppelsieg-Coup durch Richard Freitag und Andreas Wellinger „einen Run auf die Tickets bei der Vierschanzentournee.“
Von diesem Hype um die deutschen Skispringer dürfte auch der SC Willingen profitieren, der bei den kalten Temperaturen an der Mühlenkopfschanze in diesen Tagen und Nächten schon reichlich Schnee für den Kult-Weltcup vom 2. bis 4. Februar 2018 produziert hat.
 
In der Weltcup-Gesamtwertung führt Freitag (380 Punkte) vor Wellinger (319) und Tande (280). Stephan Leyhe sammelte in Titisee-Neustadt 15 Punkte und liegt aktuell mit 84 Zählern auf Platz 15. Die nächste Station für die Skispringer wird am kommenden Wochenende Engelberg in der Schweiz sein, bevor es anschließend in die verdiente Weihnachtspause geht.
 
Dieter Schütz – Weltcup-Pressechef 
 
 
Bilder des Springens gibt es hier:  
 
 

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