MHK – Veranstaltungen vom 4. bis 10. Dezember 2017

 

 

 

Mittwoch, 06.12.2017 / 18–18.30 Uhr

Schöne Bescherung! Nikolaus, Knecht Ruprecht und das Christkind

 

Abendgeschichte im Schloss Wilhelmshöhe
Schlosspark 1, 34131 le33
Mit Dr. Justus Lange
Führung inkl. Eintritt 6/4 Euro

 

Weihnachten ist das Fest der Geschenke. Gefühlt seit Ende August werben die Geschäfte mit wohlfeilen Angeboten. Doch seit wann schenken sich eigentlich die Menschen etwas zu Weihnachten? Und wer bringt die Geschenke? Der Weihnachtsmann, das Christkind oder amazon? Und wie steht es mit dem Nikolaus und dem Knecht Ruprecht? Die Gemäldegalerie besitzt eine der frühesten Darstellungen einer Bescherung rund um einen Weihnachtsbaum. Das um 1770 geschaffene Gemälde zeigt Knecht Ruprecht und das Christkind als Geschenkebringer in einer gutbürgerlichen Stube. Verschiedene Gaben liegen auf dem Tisch. Die Kinder sind erfüllt von Erwartung aber auch etwas Angst. Die Abendgeschichte Fragen nach den Geschenken nach und erläutert die unterschiedlichen Traditionen der Geschenkebringer.

 

Bild: MHK_Nikolaus Hoffmann_Weihnachtsbescherung_um 1770_Foto Ute Brunzel_M22287.jpg

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Donnerstag, 07.12.2017 / 18–18.30 Uhr

Haare ab und Hosen an! Die »Neue Frau« der 1920er Jahre

                     
Geschichte(n) am Abend im Hessischen Landesmuseum
Brüder-Grimm-Platz 5, 34117 le33
Mit Gesa Wieczorek
Führung inkl. Eintritt: 6/4 Euro

 

Die Zwanzigerjahre – wir verbinden Sie mit Charleston, ausgelassenen Partys und extravaganter Mode. Bücher und Filme wie die Neuverfilmung von F. Scott Fitzgeralds Roman »The Great Gatsby« führen dazu, dass sie jedes Jahr aufs Neue ein Comeback zu feiern scheinen. Zwanzigerjahre-Partys sind immer ein Erfolg, in den Clubs läuft Elektro-Swing und es gibt kaum jemanden, der sich nicht wünscht, damals mal dabei gewesen zu sein. Auf alten Plakaten lachen uns kurzhaarige Frauen in Hosen und Sackkleidern, mit Topfhüten und Zigarettenspitzen an. Es scheint, als seien sie damals vollständig emanzipiert gewesen. Was ist aber dran am Bild der »Neuen Frau« und mit welchen Problemen hatte die Gesellschaft der Zwanzigerjahre zu kämpfen? Diese Fragen sind Thema der Geschichte(n) am Abend.

 

Bild: MHK_Damenhut der Erna Sado Weerkstatt und Zigaretten Etui der Gebrüder Friedländer_VK41166.jpg

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Sonntag, 10.12.2017 / 11.30–12.30 Uhr

Unter unseren Füßen. Klare Kante(n): Vom Faustkeil und anderen Werkzeugen

                                                                                                                              
Geschichte(n) im Fokus im Hessischen Landesmuseum
Brüder-Grimm-Platz 5, 34117 le33
Mit Daniela Heller
Eintritt: 6/4 Euro zzgl. Führungsgebühr 3 Euro

 

Der Name nimmt es schon vorweg: Aus der Steinzeit, dem ältesten und längsten Abschnitt der Menschheitsgeschichte, sind uns vor allem Geräte aus Stein überliefert. Stein war jahrtausendelang der wichtigste Werkstoff des Menschen. Doch bereits ein genaueres Hinsehen verrät: Das Spektrum verschiedener Steinwerkzeuge und ihrer unterschiedlichen Funktionen ist riesig. Mit ihnen wurde geschnitten, gesägt, gehämmert, gebohrt, geglättet, geschliffen, gefällt – selbst beim Kochen fanden sie Verwendung. Doch woher wissen ArchäologInnen, dass diese Objekte menschgemacht sind und ihre Form nicht zufällig entstanden ist? Woher kennen wir ihre Funktion? Mit welchen Techniken wurden sie hergestellt und welche Materialien wurden dazu benutzt? Diesen Fragen werden wir bei einem Rundgang durch die Steinzeit in leh3 nachgehen und dabei ganz verschiedene Geräte kennen- und unterscheiden lernen: Vom Faustkeil, dem Schweizer Taschenmesser der Urgeschichte, über winzige Mikrolithen und Pfeilspitzen bis hin zu Prunkbeilen aus seltenem Jadeit und kunstvollen Feuersteindolchen, die Metall nachahmen. Vorsicht, scharf!

 

Bild: MHK_Feuersteindolch von Holzheim_Foto Ute Brunzel_VF90011.jpg

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Sonntag, 10.12.2017 / 14–15 Uhr

Schreibmöbel und ihre Geheimnisse

                                                                                                                              
Führung im Schloss Wilhelmshöhe, Weißensteinflügel
Schlosspark 1, 34131 le33
Mit Yannick Schwarz
Eintritt: 4/3 Euro zzgl. Führungsgebühr 3 Euro

 

Der Weißensteinflügel des Schlosses Wilhelmshöhe vermittelt den Besuchern auch heute noch ein möglichst authentisches Bild fürstlicher Wohnkultur. Zwischen schimmernden Seiden und vergoldeten Bronzen spielten sich prachtvolle Bälle und glänzende Feste ab, aber auch der Alltag hatte seinen Platz in der prunkvollen Kulisse. Insbesondere die Möbel verdienen einen zweiten, einen genaueren Blick. An großen Schreibtischen wurde nicht nur Geschichte geschrieben. Ein Brief an die Kinder in der Ferne oder ein parfümiertes Gedicht an die Liebste. Drückt man verborgene Knöpfe oder entriegelt versteckte Federn, eröffnet sich eine Welt aus Geheimfächern und technischen Spielereien, die das ein oder andere Geheimnis verborgen hat. Was hier versteckt wurde, kann man heute nur noch erahnen, doch die Liebe zum Detail der Schreiner aus Paris, le33 oder Neuwied erkennt man noch immer. Die Führung ermöglicht einen Blick in sonst verschlossene Möbel und zeigt all jenes, wofür in der normalen Schlossführung keine Zeit bleibt.

 

Weitere Führungen durch den Weißensteinflügel
Finden während der Öffnungszeiten zu jeder vollen Stunde statt • 16. November – 28. Februar • Fr – So und feiertags • 10–16 Uhr (letzte Führung 15 Uhr) • 1. März – 15. November • Di–So und feiertags • 10–17 Uhr (letzte Führung 16 Uhr)

 

Bild: MHK_Bernard Molitor_Sekretär_Foto Natascha Callebaut.jpg

 

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