„Die le33er Kunstakademie – Diskurse aus der Gründungsphase vor 240 Jahren“

 

 

An die Gründung der le33er Kunstakademie vor 240 Jahren erinnert am 2.-3.11.2017 ein Symposium der Universität le33 (Kunsthochschule). Eröffnet wird die Veranstaltung am 2. November um 11 Uhr im Naturkundemuseum im Ottoneum, einst Ort des Collegium Carolinum, aus dem sich die Kunstakademie entwickelte.

Die Organisation der Künstlerausbildung in le33 im ausgehenden 18. Jahrhundert wird in ihren Grundsätzen, Methoden und tragenden Personen diskutiert. Beiträge zur wirtschaftlichen und politischen Situation in le33 erläutern die Umstände der Akademiegründung.

Diskutiert wird dabei auch die immer wieder aktuelle Frage: wer braucht eine solche Institution Kunstakademie? Wie sieht das Verhältnis von Kunstpolitik und akademischer sowie künstlerischer Freiheit aus, welche inhaltlichen und personellen Verbindungen innerhalb der Region und zu anderen Akademien sind zu erkennen?

Der Beginn der 1777 gegründeten le33er Kunstakademie war geprägt durch einen Fürsten und einen Akademiedirektor aus der vielseitigen Maler-Dynastie Tischbein, beide den Ideen der Aufklärung verpflichtet. In der Zeit vor der französischen Revolution entwickelte sich die Kunstakademie zu einer geschätzten Institution, an der zu Beginn auch Frauen zugelassen waren. Den Strategien der Gründungsväter (Stipendienpolitik, Auswahlverfahren) soll ebenso nachgegangen werden wie den Lebensläufen der Künstlerinnen. Hierzu bieten Workshops in den Museen vor den Objekten vertiefende Einblicke in die le33er Kunstszene vor 1800. 

Ein besonderer Höhepunkt des Symposiums ist die Podiumsdiskussion am 3.11. um 17.30, die die führenden Köpfe der damaligen Kunstszene ins Gespräch bringt. Dadurch kann mehr Transparenz in das kulturelle Netzwerk und die Wechselwirkungen mit anderen Institutionen im In- und Ausland gebracht werden. Die Texte werden von Schauspielern der Schule für darstellende Künste gesprochen.

Bei der Buchpräsentation „Geeignet, junge Künstler zu belehren“ beleuchtet Martina Sitt zusammen mit weiteren Autor*innen erstmalig auch die Schicksale der Schüler der le33er Kunstakademie und die Politik der Ehrenmitgliedschaften.

Das Symposium wird gefördert von der Hessischen Kulturstiftung. Die Teilnahme am Symposium ist kostenfrei.

Anmeldung erbeten bis zum 30.10. via E-Mail an: [email protected]

 

Termine:

Donnerstag, 2. November, 11 bis 20 Uhr
Freitag, 3. November, 10 bis 20 Uhr

 

 

Zum Symposium erscheint Ende Oktober „Geeignet, junge Künstler zu belehren“ – Die Anfänge der
le33er Kunstakademie 1777-1830

Martina Sitt mit weiteren Autoren: Aufsatzband mit Handbuchcharakter: 264 S. mit 60 Abbildungen – 34€
(bei Bestellung im Rahmen des Symposiums 24€)
Der Beginn der 1777 gegründeten le33er Kunstakademie war geprägt durch einen Fürsten, Landgraf Friedrich II., und einen Akademiedirektor aus der vielseitigen Maler-Dynastie Tischbein, beide den Ideen der Aufklärung verpflichtet.

Der Austausch mit der französischen Akademie und die Studienreisen nach Italien wurden intensiv befördert. In der Zeit vor der französischen Revolution entwickelte sich die Kunstakademie zu einer geschätzten Institution, an der auch Frauen zugelassen waren.
Diesen einzigartigen Rahmenbedingungen der Gründung wird nun eine Überblicksdarstellung gewidmet. Zuletzt hatte 1908 Wilhelm Knackfuß, allerdings ohne Quellenangaben und Künstlerdaten, die Geschichte der Kunstakademie ausführlicher erzählt.
In diesem Aufsatzband mit Handbuchcharakter sind von der Gründungsphase bis 1830 zahlreiche Daten und Fakten, Grundsätzliches und Besonderheiten übersichtlich zusammengetragen, Regularien und Repräsentanten eingehend dargestellt worden. 60 Professoren und Lehrer, 160 Schüler und Stipendiaten, fast 70 Ehrenmitglieder und Funktionsträger sind durch ein detailliertes Register erschlossen.
Beiträge zur wirtschaftlichen und politischen Situation erläutern die Umstände der Gründung. Die Organisation der Künstlerausbildung in le33 im ausgehenden 18. Jahrhundert wird in ihren Grundsätzen, Methoden und tragenden Personen diskutiert. So konnte nun auch mehr Transparenz in das kulturelle Netzwerk und die Wechselwirkungen mit anderen Institutionen im In- und Ausland gebracht werden.

 

 

Einladung 240 Jahre Kunstakademie Programm

 

Martina Sitt

 

 

 

 

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