Kommentar zum Diesel-Gipfel

 

 

 

S M O G

Wenn man vom Berliner Diesel spricht, so fällt es wirklich schwer von einem Erfolg zu sprechen.

Das die Ergebnisse vermutlich eher gering ausfallen aber groß angekündigt werden, ist von vornherein klar gewesen.

Wer mehr erwartet hatte, ist wahrscheinlich ein Mensch – mit einer anderen Wahrnehmung oder lebt in einer Art Traumland.

 

Was ändert sich für den Dieselfahrer der die Versprechungen der Politik aber vor allem der Autohersteller geglaubt hat?

 

  • Dies ist ziemlich einfach formulierbar und reduziert sich auf ganze sechs Buchstaben:
  • N I C H T S.

Die Autohersteller der Marken mit der Betrugssoftware haben sich bereit erklärt, bis zu 2,8 Millionen! Fahrzeuge zurück zu holen und diese mit einer neuen Software auszustatten, die vorgeblich bis zu 30 % weniger Schadstoffausstoß produziert.

 

Man stelle sich hier die berechtigte Frage, ob denn die neue Software eigentlich schon fertig sei?

Noch vor kurzem versprach man von Seiten von VW, dass man das Update machen würde, nur die Software sei noch nicht fertig.

Egal wie, die Variante mit dem Softwareupdate ist eine Unternehmensfreundliche Variante, die zudem recht kostengünstig ausfallen dürfte.

Das Nachsehen haben natürlich die Autofahrer, denn sie verbringen eine Weile im Autohaus um den Betrug rückgängig zu machen.

 

 

Nun also wird ein Kraftfahrzeug mit gleicher Leistung plötzlich 30 % weniger Schadstoffausstoß haben?

An sich geht das nicht, sonst wäre das revolutionär.

Es muss zu Lasten von irgendwas anderem gehen, sonst hätten die Dieselfahrer das schon seit Jahren teuer dazu bezahlt und die Autohersteller ständen nicht vor diesem Chaos wie aktuell.

Höchstwahrscheinlich wird die Leistung erheblich abgeschnitten werden.

 

Müssen die Dieselfahrer nun keine Fahrverbote befürchten?

-Auch hier lautet die Antwort ganz einfach: DOCH.

Daran wird sich leider gar nichts ändern. Die Fahrverbote werden kommen, da war das Verwaltungsgerichtsurteil recht eindeutig. Der Schutz der Menschen geht vor – absolut.

Die Stickoxidwerte werden nicht merklich sinken und die ersten Klagen von Anwohnern werden einlaufen, die Gerichte werden dem zustimmen müssen und die Straßen für Dieselfahrzeuge sperren.

 

Wiederverkaufswert

Hand aufs Herz. mögen sie einen Diesel mit einem Softwareupdate kaufen angesichts der drohenden

Fahrverbote?

Ich jedenfalls nicht! Das ist für mich jedenfalls eindeutig.

 

Chancen

Natürlich ist das alles hochspekulativ und keinesfalls irgendwo belegt. Verwunderlich ist aber, dass faktisch alle Versuche neue Antriebskonzepte weiter zu entwickeln immer im Sand verlaufen sind.

Irgendwie komisch.

Die alten Seilschaften konnten sowas gut verhindern.  Nun aber haben diese erheblich an Glaubwürdigkeit verloren, sowohl die Industrie als auch nicht zuletzt die zahnlose Politik.

Nun also kann man endlich die Ärmel hochkrempeln und was Neues entwickeln.

 

Die Tage des Verbrennungsmotors sind gezählt.

Die Technologie dafür ist da, ob Elektro, Brennstoffzelle oder Hybrid. Ein nie dagewesener Impuls tut sich auf. Eine vorausschauende Industriepolitik kann nun mit geeigneten Förderungsmaßnahmen gepaart wirklich was für die Umwelt und die Menschen bringen.

Die Bürger ziehen an einem Strang, denn auch sie husten in den Straßen der großen Städte. Sie wissen auch hierzulande, dass sie Verhältnisse wie in Peking nicht haben möchten.

 

Politische Ziele

  • London wird bis 2050 Verbrennungsmotorfrei. Das ist mal ein politisches Ziel mit Format.
  • Was kam bei unserem Diesel-Gipfel heraus?                                                                                                                                                                                                                                                    Warme angenehme Luft für die Industrie – mehr nicht.

 

 

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